Gmür Alois · Nationalrat · 2013-06-20
Gmür Alois · Nationalrat · Schwyz · Fraktion CVP-EVP · 2013-06-20
Wortprotokoll
Die Wirtschaft brummt und läuft gut. Sie läuft so gut, dass die Wirtschaft auf Arbeitskräfte aus dem Ausland angewiesen ist. Als Präsident eines Spitals, als Vertreter des Gastgewerbes und als Vertreter der [PAGE 1154] Getränkebranche weiss ich, dass Unternehmen in diesen Branchen gar nicht mehr funktionierten ohne Arbeitskräfte aus dem Ausland. Die Wirtschaft, das Gewerbe brauchen die Möglichkeit, unbürokratisch - ich betone: unbürokratisch - aus dem Ausland Arbeitskräfte zu holen. Die Schweizer werden dadurch nicht benachteiligt. Dank dem guten Funktionieren der Wirtschaft ist die Arbeitslosenquote in unserem Land sehr tief. Es gibt viele Arbeiten, die viele Schweizer nicht gern machen; man ist froh um ausländische Arbeitskräfte in Alters- und Pflegeheimen, in Spitälern, im Gastgewerbe, in der Logistik usw. Auch im hochqualifizierten Bereich bringen ausländische Arbeitskräfte mit ihrem Können und Wissen die Schweiz weiter. Es ist aber nicht so, dass nur die Wirtschaft und das Gewerbe von der Personenfreizügigkeit profitieren, nein. Jeder Einzelne hier drin und draussen auf der Strasse ist froh, wenn er krank ist, dass er gepflegt wird, ist froh, wenn im Hotel das Bett gemacht ist, ist froh, wenn er im Restaurant bedient wird. Alle profitieren davon, dass die Lebensmittel zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind.
Die überdurchschnittliche Wettbewerbsfähigkeit und die grosse Leistungsfähigkeit der Schweiz, unser Wohlstand basieren auch auf der Arbeit unserer Zuwanderer, seien es Akademiker, Handwerker, Pflegefachleute oder Hilfsarbeiter. Die Probleme auf dem Wohnungsmarkt, die überfüllten Züge und verstopften Strassen einfach auf die Zuwanderung abzuschieben ist zu einfach. Wir Schweizer brauchen immer mehr Wohnraum, wir Schweizer wohnen je länger, je mehr nicht mehr dort, wo wir arbeiten, und fahren immer mehr hin und her. Die Initiative "gegen Masseneinwanderung" löst die Probleme nicht, sondern schadet der Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz und gefährdet unseren Wohlstand.
Ich bitte Sie, die Initiative zur Ablehnung zu empfehlen.