Dunant Jean Henri · Nationalrat · 2010-06-17
Dunant Jean Henri · Nationalrat · Basel-Stadt · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2010-06-17
Wortprotokoll
Unter dem Eindruck einzelner Vorfälle streben die Initianten die Abschaffung des privaten Waffenbesitzes und der Heimabgabe der Ordonnanzwaffe an. In Tat und Wahrheit geht es ihnen um ein staatliches Waffenmonopol, um die Entwaffnung des freien Schweizer Bürgers. Ebenso könnten Messer, Baseballschläger, Stricke und - warum nicht, meine Damen zur Linken? - Teigroller verboten werden.
Darüber, ob zum Beispiel die Ordonnanzwaffe des Bürgers und Milizsoldaten zu Hause im Schrank aufbewahrt werden soll oder ausserhalb der Dienstzeit ins Zeughaus gehört, wurde mehr als genug debattiert und geschrieben. Ein Gesichtspunkt hingegen wurde kaum erwähnt: Gegen einen Staat, dessen Bürger persönliche Waffen zu Hause haben, kann weder von links noch von rechts ein Staatsstreich oder Putschversuch mit Aussicht auf Erfolg inszeniert werden. Meine persönlichen Waffen mit Munition werde ich nie freiwillig aus der Hand geben. Waffen töten nicht, nur Menschen tun es. Andere Gründe sind dafür verantwortlich, dass die Gesellschaftsordnung inzwischen so unstabil geworden ist. Die Gutmenschen sind mit den Realitäten nicht mehr vertraut.
Vorerst existiert die Schweiz aber noch. Wer sich von der Verantwortung verabschiedet, hat die Waffen bereits gestreckt. Lassen wir nicht zu, dass der Bürger und Soldat ohne Waffe und ohne Vertrauen dastehen.
Ein Nein zu dieser Initiative ist ein Ja zu unserem Land. Die Initiative muss vom Volk abgelehnt werden.