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Graf-Litscher Edith · Nationalrat · 2012-12-06

Graf-Litscher Edith · Nationalrat · Thurgau · Sozialdemokratische Fraktion · 2012-12-06

Wortprotokoll

Grundsätzlich begrüsst die Kommissionsminderheit Ausbildungsgänge, welche sowohl im Militärischen als auch im Zivilen eingesetzt werden können. Nur 5 Prozent der Abgänger der Motorfahrer-RS nutzen jedoch die Ausbildung im zivilen Berufsleben. Das sind rund 70 Personen. Weil zu Beginn der RS noch nicht feststeht, wer betroffen ist, müssten heute folglich 1350 Rekruten und Rekrutinnen die Zusatzausbildung gemäss der Chauffeurzulassungsverordnung absolvieren.

Die Kosten dieser Ausbildung sind kein Pappenstiel, sondern entsprechen einem Gesamtvolumen von 1,35 Millionen Franken. Der Nutzen für die Armee beträgt nur 5 Prozent davon. Eine gute Ausbildung in der RS ist wichtig. Es ist jedoch nicht Aufgabe des Staates, wenn die Ausbildung im Privatleben genutzt wird, vor allem, wenn sie ausschliesslich im Privatleben genutzt wird und der Armee nur in einem kleinen Teil zugutekommt.

In diesem Sinn bitte ich Sie im Namen der Minderheit, dem Bundesrat zu folgen und die Motion abzulehnen.

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