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Stahl Jürg · Nationalrat · 2012-05-03

Stahl Jürg · Nationalrat · Zürich · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2012-05-03

Wortprotokoll

Ich bitte Sie, diesen administrativen Unsinn abzulehnen. Auch wenn es nur ein Postulat ist: Wir tun gut daran, diesen Unsinn von Beginn an zu bekämpfen. Immer wieder wird in diesem Saal gefordert, dass die Unternehmen in unserem Land administrativ entlastet werden müssten. Mit diesem Postulat fordern Sie jedoch indirekt eine zusätzliche Belastung der Unternehmen in unserem Land. Ich bin etwas erstaunt darüber, dass der Bundesrat sich sofort bereiterklärt hat, einen Bericht zu erstellen, und dieses Postulat zur Annahme empfiehlt. Die SVP will, dass eine administrative Entlastung nicht nur gefordert, sondern auch durchgesetzt wird.

Es ist übrigens, Herr Chopard-Acklin, im Interesse des Unternehmens, gesunde Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen zu haben. Ein Unternehmen, das zu seinen Leuten nicht schaut, wird durch höhere Prämien bei der Taggeldversicherung bestraft, weil die Leute öfter abwesend sind. Und abwesende Mitarbeiter sind eine teure Angelegenheit.

Die Schweiz hat eine grosse Tradition, was den Gesundheitsschutz der Arbeiter am Arbeitsplatz betrifft, und ist da anderen Ländern weit voraus. Auch wenn es nur ein Postulat ist: Sagen Sie bitte Nein zu dieser Forderung.

Zum Schluss muss ich Ihnen noch etwas sagen: Ich bin seit dreizehn Jahren in der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit; seit dreizehn Jahren kommen immer wieder gescheite Leute und sagen, wir könnten die Gesundheitskosten senken, wenn wir es soundso machten. Die Realität überholt uns jedoch, die Gesundheitskosten steigen Jahr für Jahr.

Ich bitte Sie, dieses Postulat abzulehnen.