Tschümperlin Andy · Nationalrat · 2012-06-01
Tschümperlin Andy · Nationalrat · Schwyz · Sozialdemokratische Fraktion · 2012-06-01
Wortprotokoll
Ich beschränke mich bei meinen Ausführungen auf die Frage des Personalreportings und -controllings.
Der Bundesrat hat im Dezember 2010 die Strategie "Bundesverwaltung 2011-2015" gutgeheissen. Mit dieser längerfristigen Orientierung in der Personalpolitik soll diese zentral gesteuert und damit transparenter werden. Motiviert arbeitendes Personal ist die grundlegende Ressource für eine gute Arbeitsleistung. Befragungen sind dabei ein Instrument für ein wirkungsvolles Personalcontrolling. Diese Befragung ist eine Entscheidungsgrundlage für personalpolitische Schwerpunktthemen. Seit der Verabschiedung des Massnahmenpaketes zur Personalbefragung 2009 konnten alle Sofortmassnahmen umgesetzt werden. Eine davon möchte ich hier hervorheben: Mitarbeitende der Bundesverwaltung können seit dem 1. Januar 2011 vom kostenlosen Beratungs- und Vermittlungsangebot von Childcare Service Schweiz zum Thema familienergänzende Kinderbetreuung profitieren.
Die Höhe der Beiträge der Bundesverwaltung an die familienergänzende Kinderbetreuung wurde harmonisiert. Berufstätige Eltern in der Bundesverwaltung können nun jeweils auf die gleiche finanzielle Unterstützung zählen. Die Resultate der Personalbefragung 2011 waren für die Verwaltung tendenziell positiv. Festzustellen ist aber, dass Stress und Überforderung zu einer Zunahme bei den Arbeitsausfällen führt.
Hinsichtlich der Ausführungen der angehörten Vertreterinnen und Vertreter des EPA sind folgende drei Punkte hervorzuheben:
1. Für die berufliche Integration von Menschen mit Behinderungen hat der Bundesrat im letzten Jahr Massnahmen verabschiedet. Er hat einen Sollwert festgelegt und Vorgaben verabschiedet. In den Departementen wurden Integrationsbeauftragte eingesetzt. Obwohl der Sollwert erfüllt ist, wird der Bund weiterhin Anstrengungen zur Integration von Menschen mit Behinderungen unternehmen. Das ist erfreulich.
2. Der Sollwert der Anzahl Lernender wurde weit überschritten. Die angestrebte Verbleibquote wurde hingegen nicht erreicht. Die tatsächliche Verbleibquote ist nicht nur zu tief, sondern sinkt auch. Hier sind Massnahmen gefordert.
3. In den verschiedenen Departementen ist die Sensibilität für eine nachhaltige Chancengleichheit vorhanden. Es gibt aber nach wie vor grosse Unterschiede zwischen den Departementen.
Als positives Beispiel ist hier das EDA zu nennen. Durch externe Rekrutierungen wurde diese Chancengleichheit gefördert. Vor zehn Jahren lag der Frauenanteil unter den Diplomatinnen und Diplomaten noch bei 18 Prozent, heute beträgt der Frauenanteil immerhin 29 Prozent. Es braucht aber nach wie vor Anstrengungen, um den Frauenanteil im mittleren und oberen Kader zu erhöhen.
Ich nutze hier zum Schluss meiner Ausführungen die Gelegenheit, dem Personal für den Arbeitseinsatz zu danken.
Ich empfehle Ihnen den Bericht zur Annahme.