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Meier-Schatz Lucrezia · Nationalrat · 2001-09-25

Meier-Schatz Lucrezia · Nationalrat · St. Gallen · Christlichdemokratische Fraktion · 2001-09-25

Wortprotokoll

Wir haben nun mehrmals von den Kommissions- und Fraktionssprechern gehört, dass wir ein zukunftsweisendes Werk schaffen wollen. Was wäre aber eine Zukunft ohne Jugend? Der Ständerat wollte mit diesem Artikel das Engagement der jungen Generation für solidarisches Handeln stärken. Er wollte auch keine Ausgrenzungen gewisser Altersklassen schaffen, wie dies einmal diskutiert wurde. Die Mehrheit beantragt Ihnen, nun den Buchstaben a von Artikel 10 Absatz 2 ersatzlos zu streichen. Die Mehrheit verhindert somit, dass die junge Generation in die Pflicht genommen wird. Sie schliesst zwar ihre Teilnehme nicht per se aus, aber sie überträgt ihr auch nicht die Verantwortung.

Dies ist bedauerlich, denn gerade die Befindlichkeit jüngerer Menschen ist für die Entwicklung unserer Gesellschaft von sehr hohem Stellenwert. Unter 40-Jährige partizipieren, wenn sie an Inhalten interessiert sind, wenn sie mitgestalten dürfen und somit auch den Wert der Integration wahrnehmen können. Sie fördern neue Dimensionen in vielen Lebensbereichen, politisch wie gesellschaftlich. Davon können wir über 40-Jährigen nur profitieren.

Wenn nun der Stiftungsrat eine Mehrheit von unter 40-Jährigen zählt, dann werden alle Beteiligten in diesem Gremium darauf hinarbeiten, dass eine echte Kultur der Partizipation, des Vertrauens und des gegenseitigen Anerkennens entsteht. Dazu kommt, dass immer wieder Raum für neue Gedanken, für neue Perspektiven geschaffen wird, indem die Präsenz im Stiftungsrat eine gesunde Rotation erfährt. Der Anspruch, dass die Mehrzahl immer weniger als vierzig Jahre alt ist, ermöglicht eine Zusammensetzung, in welcher Lebenserfahrung und Zukunftsorientierung gesund und konstruktiv zusammenkommen. Die stärkere Einbindung der jüngeren Generation ist somit ein echtes Zeichen des Vertrauens, ist zugleich ein Akt der Verantwortung. Die Mitbestimmung und aktive Beteiligung der jüngeren Generation haben mehr als nur eine symbolische Bedeutung. Sie verleihen ihr die Möglichkeit, innovative und originelle Ideen einzubringen. Sie können mitgestalten und somit Verantwortung für die kommenden Generationen wahrnehmen.

Die Jungparteien der CVP, der FDP und der SP und die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände sehen in diesem Einbezug eine echte Entfaltungs- und Gestaltungsmöglichkeit. Sie erhoffen sich, dass auch unser Rat dem Ständerat folgt. Sie haben sich zu Wort gemeldet und auch ihre Enttäuschung nach Bekanntgabe des Entscheides der WAK laut kundgetan. Auch ihnen gegenüber sind wir verpflichtet.

Ich bitte Sie, der Minderheit zuzustimmen. Damit sprechen Sie auch der jüngeren Generation Ihr Vertrauen aus.