preparatory:AB 145861
Schneider-Ammann Johann N. · Bundesrat · Bern · 2011-05-31
Wortprotokoll
Ich bin mir der volkswirtschaftlichen Bedeutung des Tourismus sehr wohl bewusst, und ich bin mir auch bewusst, dass Schweiz Tourismus in beeindruckender Weise unterwegs ist. Das angestrebte Wachstum steht in keinem Widerspruch zu den zur Verfügung gestellten Mitteln. Ich habe es vorhin schon gesagt: Es geht nicht nur um quantitatives Wachstum, sondern es muss auch um qualitatives Wachstum gehen. Es muss um die Prioritätensetzung gehen, es muss um das Setzen von Schwergewichten gehen, und es muss auch um Effizienzsteigerung gehen.
Unsere Standortförderungspolitik ist Strukturanpassungspolitik, und es ist tatsächlich so, dass auch im Tourismus, wie in allen anderen Bereichen, ein gewisser Nachholbedarf besteht; man kann sich immer verbessern. Die Hotellerie ist wahrscheinlich zu klein strukturiert. Die Nachhaltigkeit kann verbessert werden, das Zusammenspiel zwischen verschiedenen Politikbereichen kann immer wieder verbessert werden. Und ganz entscheidend ist, dass wir in die Weiterbildung investieren. Wir reden also schon von Investitionsgeld, und ich gebe auch gern zu, dass der bundesrätliche Entwurf aus einer besseren Schweizerfrankenzeit stammt.
Die beste Standortförderung ist der gute, im internationalen Vergleich attraktive Bundeshaushalt. Ich bin einmal mehr Ihr finanzpolitisches Gewissen und bleibe deshalb bei der Empfehlung des Bundesrates. Sie wissen, dass die Summe der Innotour-Gelder und der Schweiz-Tourismus-Gelder in der kommenden Periode vergleichbar hoch bleibt, wie es bisher in der Finanzplanung vorgesehen war.