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AB 146877

Schneider-Ammann Johann N. · Bundesrat · Bern · 2013-03-13

Wortprotokoll

Ich bitte Sie, der Mehrheit Ihrer Kommission zu folgen. Das Ungleichgewicht zwischen der Grünland- und der Ackerbauförderung ist erkannt. In der Agrarpolitik 2014-2017 wird es zugunsten der Ackerkulturen korrigiert. Der Futtergetreidebau wird also über die Versorgungssicherheitsbeiträge zusätzlich [PAGE 160] gefördert. Erlauben Sie, dass ich das in aller Kürze mit Zahlen darzustellen versuche: Herkömmlicherweise bekommt eine Hektare Grünland in der Talzone 200 Franken mehr als eine vergleichbare Hektare Ackerland. Die Imbalance ist erkannt; sie wird korrigiert. In der neuen Agrarpolitik 2014-2017 wird die Ackerfläche gegenüber dem Grünland mit 500 Franken mehr gefördert. Mit anderen Worten: Es besteht ein Delta von 300 Franken pro Hektare. Die Korrektur ist unserer Ansicht nach mehr als genügend. Die Versorgungssicherheit kann auf diesem Wege sichergestellt werden.

Ich muss Sie darauf aufmerksam machen: Wenn Sie jetzt mit der Minderheit gehen, wenn Sie eine Einzelkultur fördern, dann muss das irgendwo kompensiert werden, entweder innerhalb der Einzelkulturen Zuckerrüben, Raps und Saatgut oder dann unter Umständen sogar bei den Zahlungsrahmen Produktion und Absatz. Dort sind wir wieder bei den Milchzulagen. Ich will damit nicht gedroht haben. Mir ist wesentlich, dass Sie die Agrarpolitik 2014-2017 als eine Vorlage erkennen, die das Ungleichgewicht zugunsten des Ackerbaus korrigiert und die Versorgungssicherheit auf diesem Wege sicherstellt.

So gesehen bitte ich Sie, mit der Mehrheit der Kommission zu stimmen.

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