Flückiger-Bäni Sylvia · Nationalrat · 2012-06-12
Flückiger-Bäni Sylvia · Nationalrat · Aargau · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2012-06-12
Wortprotokoll
Mit meiner Motion "Mitfahren ermöglichen, Umwelt schonen" möchte ich den Bundesrat beauftragen, dafür zu sorgen, dass das Angebot an Langzeitparkplätzen erhöht wird. Damit würden Voraussetzungen geschaffen, um Fahrgemeinschaften zu bilden und zu fördern. Was ist eine Fahrgemeinschaft? Das ist eine Gruppe von zwei oder mehreren Personen, von denen eine mit dem eigenen Auto die anderen zum Arbeitsplatz oder zu einer Veranstaltung mitnimmt. Diese Fahrgemeinschaften werden privat organisiert oder in Mitfahrportalen im Internet, im Pendlernetz, zusammengestellt. Die Begründungen dafür finden sich in der Kostenersparnis oder darin, dass man zur Vermeidung von Stress nicht alleine fahren möchte, aber auch im Umweltschutz. Und dieses Verhalten führt dazu, dass ein paar Autos weniger unterwegs sind, was doch sehr wünschenswert ist.
Wir können es ja selber täglich auf unseren Strassen erleben; es sieht düster aus, der Verkehr plagt sich mittlerweile fast zu jeder Tages- und Nachtzeit durch alle Strassen. Deshalb macht es Sinn, mit geeigneten Massnahmen wie Parkplätzen an Autobahnauffahrten, Autobahnraststätten und auch bei Bahnhöfen dazu beizutragen, dass sich die Leute zu Fahrgemeinschaften zusammenschliessen und die zurückgelassenen Fahrzeuge auf den genannten Parkplätzen stehenlassen können.
Ich schaue mir z. B. die Situation in der Nähe meines Wohnortes an: Da ist die Autobahnzufahrt Aarau West, und dort gibt es einen grossen Parkplatz. Er wird sehr rege benützt, ist jedoch meistens derart belegt - eben wegen der organisierten Fahrgemeinschaften -, dass oft kein einziger Platz mehr frei ist. Diese Situation lässt sich inzwischen überall erkennen; es fehlt grundsätzlich an genügend kostenlosen oder kostengünstigen Parkplätzen an geeigneten Stellen.
Obwohl der Bundesrat Massnahmen, die zur Reduktion von Emissionen und zur Entlastung des Strassennetzes beitragen, unterstützt, lehnt er meine Motion ab und schätzt den Nutzen aus den geforderten Parkplätzen als zu gering ein. Dieser Meinung muss ich widersprechen. Denn wäre genügend Parkraum vorhanden, würden mit Sicherheit noch mehr Fahrgemeinschaften entstehen.
Ich freue mich, wenn Sie meine Motion unterstützen.