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Bortoluzzi Toni · Nationalrat · 2011-04-14

Bortoluzzi Toni · Nationalrat · Zürich · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2011-04-14

Wortprotokoll

Frau Kollegin Kiener Nellen, ich werde natürlich meinen Antrag auf Ablehnung des Postulates nicht zurückziehen. Ich glaube nicht an die Notwendigkeit einer staatlichen Einflussnahme auf die Berufswahl und die Ausbildungsrichtung der jungen Leute in unserem Land; das ist das Problem. Wichtig ist, dass der Zugang zu den Ausbildungsplätzen für alle gewährleistet ist. Ich glaube, das können wir in unserem Land sagen; dazu braucht es keine Berichte. Es ist meines Erachtens kein Missstand zu erkennen. Es wäre Beschäftigungstherapie für die Verwaltung. Der Bundesrat könnte, wenn er da verzichten würde, seinen Personaletat etwas einschränken. Das würde auch nichts schaden, nicht wahr, Herr Bundesrat?

Die unterschiedliche Wahl der Geschlechter in der Ausbildung ist nun einfach eine Tatsache. Ich meine, diese Wahl sollte der Freiheit des Einzelnen überlassen sein. Es braucht hier keine staatliche Einflussnahme. Es gibt weniger Dachdeckerinnen als Dachdecker, und der Zimmermann ist in der Regel ein Mann und keine Frau - es gibt auch Frauen, die diesen Beruf erlernen. Ich sage immer: Es ist richtig, dass bei der Wahl der Ausbildung alles offen ist - das ist entscheidend. Wir sind ein freiheitlicher Staat, und die Marktverhältnisse machen es möglich, dort, wo es nötig ist, mehr Ausbildung zu betreiben als an anderen Orten. Für mich ist dieses Postulat Ausdruck eines gestörten Verhältnisses zur Realität. Es muss hier nichts mit Berichten ergänzt werden.

Ich bitte Sie also, auf dieses Postulat zu verzichten und es abzulehnen.