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Germann Hannes · Ständerat · 2012-12-12

Germann Hannes · Ständerat · Schaffhausen · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2012-12-12

Wortprotokoll

Ich brauche es eigentlich nicht weiter zu präzisieren, aber weil Herr Bieri das zu Recht noch einmal angesprochen hat, muss ich einfach noch einmal darauf verweisen: Wir haben in der Verfassung auch den sorgsamen, schonenden Umgang mit den natürlichen Ressourcen. Der Boden wird bei der bodenunabhängigen Produktion besser geschont als bei der Produktion direkt aus dem Boden. Auch der sorgsame Umgang mit Wasser als einer dieser wertvollen Ressourcen gehört dazu. Jetzt haben wir noch die Ernährungssicherheit hineingebracht, die wir erhöhen wollen. Dann weiss ich also nicht, was noch genügen soll, wenn das im Hinblick auf diese Kriterien nicht genügt!

Noch zur Fläche, Herr Bieri: Die Fläche der Gewächshäuser kenne ich. Man hat im Moment bei den Tomaten 179 Hektaren, bei den Gurken sind es 63 Hektaren; weniger als die Hälfte der Produktion ist bodenunabhängig. Jetzt bekommen die Gewächshäuser, in denen die Pflanzen aus dem Boden gezogen werden, Direktzahlungen. Die anderen Gewächshäuser, die sich für eine andere Systematik entschieden, die aber genauso sinnvoll ist, bekommen keine. Man muss hier also eine künstliche Unterscheidung machen. Von den Flächen her ist das ohnehin verschwindend wenig. Es sei auch gesagt, dass für die Branche die Direktzahlungen nicht matchentscheidend sind, weil die Wertschöpfung hoch ist. Aber die künstliche Unterscheidung macht überhaupt keinen Sinn, und darum scheint es mir im neuen System der Agrarpolitik 2014-2017 nichts als logisch, dass man von dieser künstlichen Unterscheidung absieht und diese Flächen als Produktionsflächen behandelt wie andere auch.

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