Blocher Christoph · Nationalrat · 1999-12-15
Blocher Christoph · Nationalrat · Zürich · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 1999-12-15
Wortprotokoll
Es ist hier gesagt worden, Bundesrat zu sein heisse, sich ganz und vorbehaltlos in den Dienst des Landes zu stellen. Das ist für mich selbstverständlich. Ich habe mich zur Verfügung gestellt und habe gesagt, falls ich gewählt werden sollte, werde ich mich ganz und vorbehaltlos in den Dienst des Landes stellen. In meinem Fall tue ich das als Nationalrat; wenn ich Bundesrat werde, tue ich es als Bundesrat - dort einfach ausschliesslich.
Ich erkläre Ihnen hiermit eindeutig: Ich werde meine Unternehmerinteressen - die ich als Unternehmer selbstverständlich habe, sonst hätten meine 2700 Mitarbeiter kein Brot - dann selbstverständlich so abgeben, dass es erstens keine Interessenkonflikte gibt und dass zweitens selbstverständlich die Gesetze eingehalten werden. Wenn hier gesagt wird, Bundesräte dürften keine Shareholder sein - Shareholder sind meines Erachtens Aktionäre -, dann müssten die Bundesräte ja jedes Jahr am 31. Dezember ihren Kontoauszug auf den Tisch legen. Bei mir wüssten Sie auf jeden Fall, wo mein Vermögen steckt.