preparatory:AB 153382
Bischofberger Ivo · Ständerat · Appenzell I.-Rh. · Christlichdemokratische Fraktion · 2010-09-30
Wortprotokoll
Ich bitte Sie, der Mehrheit zu folgen, dies aus drei Gründen:
Erstens möchte ich daran erinnern, dass es hier um die Akkreditierungsfrage geht.
Führen wir uns in diesem Zusammenhang zweitens vor Augen, was passiert, wenn zum Beispiel eine neue Universität, eine neue Fachhochschule um Akkreditierung ersucht. Sie hat in diesem Bereich ja noch gar keine Erfahrung, denn sie kommt neu auf den Markt. Die Frage ist: Wie soll sie überhaupt den Beweis antreten, dass jene, die bei ihr ausgebildet werden, nach Absolvieren ihres Lehrgangs auch in höchstem Grad beschäftigungsfähig sind?
Drittens muss ich Ihnen mit Blick auf diese Beschäftigungsfähigkeit ganz klar sagen, dass viele akademische Laufbahnen heute nicht mehr linear verlaufen. Von uns Historikern zum Beispiel sind über 50 Prozent nach dem Studium in einem völlig anderen Bereich tätig. Dann müsste man in dieser Frage wiederum eine Evaluation machen, und da müsste zum Tragen kommen, ob das gut, ob das schlecht ist, in welcher Art und Weise das zu werten ist und welches die Konsequenzen wären. Schlussendlich frage ich Sie auch: In welcher Art und Weise würde dann bei privaten Hochschulen in diesem Bereich legiferiert?
Ich bitte Sie, der Mehrheit zu folgen.