Quadri Lorenzo · Nationalrat · 2013-09-16
Quadri Lorenzo · Nationalrat · Tessin · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2013-09-16
Wortprotokoll
Diese Motion beauftragt den Bundesrat, die Kriterien zur Vergabe öffentlicher Aufträge, wie sie im Bundesgesetz über das öffentliche Beschaffungswesen und in den Ausführungsverordnungen festgelegt sind, mit einem neuen Kriterium zu ergänzen. Die Anbieter sollen neu auch angeben, ob sie in der Schweiz wohnhafte Arbeitskräfte beschäftigen. Ein Unternehmen, das solche Arbeitskräfte beschäftigt, muss einem Unternehmen vorgezogen werden, das eine grosse Anzahl Grenzgängerinnen und Grenzgänger beschäftigt. Damit das neue Vergabekriterium wirksam ist, muss es auch gewichtet werden; vorgeschlagen wird eine Gewichtung von 30 Prozent.
Diese Motion wurde eingereicht, weil die Zahl der Grenzgängerinnen und Grenzgänger, die aufgrund des Personenfreizügigkeitsabkommens in den Grenzkantonen arbeiten, in unhaltbarer Weise zunimmt. Im Tessin beläuft sich diese Zahl zurzeit auf fast 60 000 Personen, notabene in einem Kanton mit 340 000 Einwohnern; das ist schlichtweg unhaltbar. Die Anzahl der Grenzgänger hat sich im Tessin innert 15 Jahren verdoppelt. Hier besteht mit Sicherheit Handlungsbedarf.
Con questa mozione in sostanza si vuole sostenere, almeno negli appalti pubblici, quelle aziende che assumono manodopera residente. Questo è un comportamento virtuoso che deve essere premiato dall'ente pubblico. È infatti aberrante che sia l'ente pubblico stesso a premiare delle aziende che operano la deprecata sostituzione di dipendenti residenti con frontalieri rispettivamente che assumono frontalieri invece che residenti. Com'era prevedibile, il Consiglio federale per respingere la mozione invoca l'obbligo della parità di trattamento ma questa parità, presunta, si traduce sistematicamente in una discriminazione dell'offerente locale, ciò a danno del nostro tessuto economico e sociale.
Chiedo pertanto il sostegno a questa mozione, perché il datore di lavoro che dimostra responsabilità sociale assumendo residenti ed in prima linea assumendo cittadini svizzeri merita anche un riconoscimento da parte dello Stato.