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Walter Hansjörg · Nationalrat · 2008-03-20

Walter Hansjörg · Nationalrat · Thurgau · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2008-03-20

Wortprotokoll

Es gibt also schon noch bessere Gründe, um diese Dumont-Praxis abzulehnen, als dies mit Neid und Missgunst zu begründen. Wir müssen hier sachlich sein; es gibt sehr, sehr gute Argumente, jetzt endlich diesen unbewährten Zopf abzuschneiden. Der Kanton Thurgau hat mit dieser Praxis aufgehört. Das Verfahren ist sehr kompliziert, es bringt nichts. Es existiert ein Steueraufschub, und der kann nachher bei der Grundstückgewinnsteuer allenfalls wieder geltend gemacht werden. Aber ganz entscheidend ist eben, dass für die Wohnbauerneuerung, welche in der Schweiz dringend nötig ist, vor allem in den urbanen Gebieten, eine steuerliche Attraktivität besteht. Entscheidend ist, dass im Grundsatz zuerst bestehende Wohnbausubstanz erworben, saniert, modernisiert und dann bewohnt wird und erst nachher auf der grünen Wiese gebaut wird.

Kollege de Buman, Altbausanierung ist ein grosses Risiko. Deshalb ist es nicht so attraktiv, deshalb kauft man lieber ein schönes Haus oder eine Eigentumswohnung auf der grünen Wiese und vernachlässigt die alte Bausubstanz, welche in diesem Land dringend erneuert werden muss. Die Abschaffung dieses Systems ist wirtschaftlich begründet, ökologisch gerechtfertigt, und deshalb braucht es die steuerliche Gleichstellung zwischen den bisherigen privaten Wohnbaubesitzern und den Neubesitzern.

Die SVP-Fraktion ist hier ganz klar der Auffassung, dass wir das jetzt aufheben müssen, um so wirtschaftliche Impulse zu geben und auch eine Steuergerechtigkeit in Bezug auf das Privatvermögen zu erreichen. Nutzen wir jetzt die Chance, hier Impulse zu geben.

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