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preparatory:AB 156562

Quadranti Rosmarie · Nationalrat · Zürich · Fraktion BD · 2014-06-03

Wortprotokoll

Sie haben jetzt gerade den Bundesrat gehört. Er hat noch einmal wiederholt, was bereits die Minderheitssprecherin in ihrer Argumentation gesagt hat.

Die Kommission empfiehlt Ihnen mit 16 zu 4 Stimmen bei 5 Enthaltungen, die Fassung der Kommissionsmehrheit zu unterstützen, das heisst, das Chromosomen-Screening eben zuzulassen. Auch darüber wurde in der Kommission diskutiert. Einig war man sich in der Kommission, dass es nicht um eine Stigmatisierung von Behinderungen geht. Man war sich durchaus bewusst, dass solche Screenings wiederum nur im Rahmen der Präimplantationsdiagnostik gemacht werden können, auch wenn man nicht weiss, ob es dann eine zahlenmässige Ausweitung geben wird. Das ist natürlich ein bisschen Kaffeesatzlesen. Es ist aber auch ein Gesetz, das eben nicht nur für heute gemacht wird, sondern bei dem man auch etwas in die Zukunft schauen muss. Aus diesem Grunde ist es doch eine deutliche Mehrheit in der WBK, die diese Screenings zulassen will.

Es geht da vor allem darum, dass Chromosomenfehler, wie wir alle wissen, auch zu Fehlgeburten führen können. Die Situation der Paare, die diese Screenings machen können, ist [PAGE 829] keine einfache. Sie werden beraten und entscheiden sich dann für eine Präimplantationsdiagnostik - das ist kein einfacher Entscheid. Hier die Gefahr von Fehlgeburten eben noch zu erhöhen ist problematisch. Ein anderes Problem ist, dass man die pränatale Diagnostik hat und man sich aufgrund dieser wiederum für einen Schwangerschaftsabbruch entscheiden kann.

Wenn man das Leiden eigentlich verhindern und dafür sorgen möchte, dass möglichst früh Klarheit besteht, dann soll man hier dem Antrag der Kommissionsmehrheit zustimmen. Ich bitte Sie deshalb im Namen der Kommission, dies zu tun.