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Beerli Christine · Ständerat · 2001-09-20

Beerli Christine · Ständerat · Bern · Freisinnig-demokratische Fraktion · 2001-09-20

Wortprotokoll

Es wurde sehr viel Richtiges gesagt. Einzig eine kleine Ausführung von Herrn Plattner hat mich dazu gebracht, auch noch kurz das Wort in Bezug auf die Fachhochschulen zu verlangen. Die Fachhochschulen sind gleichwertig, aber andersartig. Ich habe es etwas empfunden, dass Herr Plattner praktisch sagte, wir sollten den Bachelor der Universitäten nicht auf das Niveau der Fachhochschulen senken. Die Universitäten müssten dann doch immer noch einen etwas spezielleren Abschluss haben und die Master-Ausbildung als Ziel jeder universitären Ausbildung ansehen.

[PAGE 541] Ich glaube, dass Universitäten und Fachhochschulen wirklich als Partner nebeneinander existieren und auch miteinander eine Zusammenarbeit pflegen sollten. Sie fallen ja auch beide unter den Hochschulbegriff. Wir haben einen einheitlichen Hochschulbegriff, unter dem auf der einen Seite die Fachhochschulen und auf der anderen Seite die Universitäten zu verstehen sind. Die Fachhochschulen haben es vielleicht etwas einfacher, sich in die Systematik der Bologna-Deklaration einzugliedern, weil sie in der Tat mit ihrem Abschluss einen Berufsabschluss bieten, eine praktische Ausbildung, die direkt den Eingang ins Berufsleben ermöglicht und daher die Kriterien des Bachelor erfüllt. Aber die Fachhochschulen haben Folgendes noch vor sich und streben es mit grosser Zielstrebigkeit an - wir hoffen, dass wir dies auch in guter Partnerschaft mit den Universitäten tun können -: Die Fachhochschulen sind unbedingt darauf angewiesen, auch einen Master anbieten zu können, die Bestrebungen sind voll im Gang. Ich glaube, dass wir hier auch Unterstützung finden werden, sowohl jene des Departementes von Frau Dreifuss als auch jene des Volkswirtschaftsdepartementes, in dem die Fachhochschulen angesiedelt sind. Die Fachhochschulen haben 1996 im Gesetz einen neuen, dreigliedrigen Auftrag erhalten. Wenn sie ihn wirklich erfüllen wollen, ist es unumgänglich und wichtig, dass sie neben der Bachelor-Ausbildung - die sie zu einem guten Teil bis anhin schon anbieten und die so gestaltet werden kann, dass das Bisherige verwendet werden kann - zusätzlich auch eine Weiterbildung anbieten können, eine Weiterführung der Ausbildung, die dann zu einem Master-Abschluss führt. Nur dann können sie ihre neuen Aufträge wirklich zur vollen Zufriedenheit erfüllen. Ich glaube und hoffe, wie gesagt, dass wir das nicht im Konflikt, sondern in Partnerschaft mit den Universitäten tun können.