AB 157760
Schneider-Ammann Johann N. · Bundesrat · Bern · 2014-06-12
Wortprotokoll
Herr Nationalrat Derder, ich bin mit Ihnen vollständig einverstanden, dass es darum gehen muss, für dieses Land die Wertschöpfungskette von Bildung über Forschung zu Innovation und damit zu Wettbewerbsfähigkeit mit aller Kraft zu befördern. Swissnex spielt eine wichtige Rolle, ist ein wichtiger Akteur im Bereich der Wissenschaftsaussenpolitik des Bundes - Aussenpolitik zwecks innenpolitischen Fortschritts. Der Bundesrat teilt also Ihre Einschätzung, Herr Nationalrat Derder, dass Swissnex positive Beiträge leistet. Die aktuellen Rückmeldungen der wichtigsten Partner des BFI-Bereichs zeigen, dass die Dienstleistungen der Swissnex-Aussenstellen wirklich geschätzt werden, auch genutzt werden und sogar internationale Nachahmer gefunden haben. Der Bundesrat will dieses dynamische Swissnex-Netzwerk nicht nur erhalten, sondern weiterentwickeln. Ich begrüsse in diesem Zusammenhang auch ganz ausdrücklich die Zusammenarbeit zwischen Swissnex einerseits und den Swiss Business Hubs andererseits: Das ist auch eine Möglichkeit, Synergien zu entwickeln und damit einen Mehrwert dieser Organisationen zu erwirken.
Wie Sie wissen, haben wir sechs Swissnex-Standorte, und zwar immer dort, wo die Wissenschaft nach unserer Einschätzung am dynamischsten ist und uns am besten Impulse geben kann und wo wir ihr am besten Impulse geben können. Die sechs Standorte heissen: Boston, San Francisco, Singapur, Schanghai, Bangalore und - jetzt ganz neu - Rio de Janeiro.
Diese sechs Swissnex-Standorte sind um die 19 BFI-Vertretungen an den Schweizer Botschaften ergänzt. Damit ist eine angemessene Schwerpunktsetzung möglich. In der BFI-Botschaft 2017-2020 werden wir eine mögliche Weiterentwicklung des Standortkonzeptes Swissnex diskutieren. Ob eine Verdoppelung, wie Sie sie vorschlagen, möglich und richtig sein wird, lasse ich im Moment offen. Der Bundesrat geht grundsätzlich schrittweise und pragmatisch vor. Das hat natürlich auch etwas mit den zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln zu tun. Der nächste Fixpunkt ist eben die BFI-Botschaft 2017-2020. Wir beginnen mit der Diskussion im Jahr 2015, also schon bald. Deshalb scheint mir ein zusätzlicher Bericht nicht nötig.
Aus diesen Gründen kommt der Bundesrat zum Schluss, dem Parlament die Ablehnung des Postulates zu beantragen.