Fünfschilling Hans · Ständerat · 2001-09-26
Fünfschilling Hans · Ständerat · Basel-Landschaft · Freisinnig-demokratische Fraktion · 2001-09-26
Wortprotokoll
Nachdem die SRG jetzt schon mehrmals angesprochen worden ist, möchte ich mich als Verwaltungsrat der SRG dazu äussern. Mein geschätzter Vorgänger im Verwaltungsrat, Herr Leuenberger, hat sich gewundert, warum die SRG auf diesem Gebiet jetzt plötzlich für Unterbrecherwerbung und für Alkoholwerbung eintritt.
Ich möchte das korrigieren. Die SRG urteilt nicht darüber, ob die privaten Sender das nötig haben oder nicht. Sie überlässt dieses Urteil den privaten Sendern. Die privaten Sender sagen offenbar, dass sie das für das Überleben nötig haben. Wenn die SRG etwas begrüsst, dann ist es - Herr Pfisterer hat schon gesagt, dass der SRG eine Konkurrenz gut tue -, dass sie neben der grossen ausländischen Konkurrenz auch eine inländische Konkurrenz hat. Wenn es dazu notwendig ist, dass diese inländische Konkurrenz Unterbrecherwerbung und Alkoholwerbung bekommt, dann begrüsst die SRG eben diese Entwicklung.
Ich möchte vielleicht noch Folgendes zu Herrn Kollege Bieri sagen: Im deutschsprachigen Bereich hat schon ein Drittel der Sender, die wir empfangen, Alkoholwerbung. Ob jetzt noch einige Prozente inländischer Alkoholwerbung dazukommen, ändert an der Gesamttatsache der Alkoholwerbung nichts Wesentliches. Aus diesen Gründen kann man der Initiative Schmid ohne Weiteres Folge geben.