Luginbühl Werner · Ständerat · 2011-06-07
Luginbühl Werner · Ständerat · Bern · Fraktion BD · 2011-06-07
Wortprotokoll
Es wurde verschiedentlich dargelegt, dass es eine klare Tendenz gebe, freiwillig mehr Ferien zu gewähren, als dies das Gesetz vorschreibt. Wer heute gute Leute will, der muss attraktive Arbeitsbedingungen bieten. Es besteht aber heute die Möglichkeit, dass man eben bedürfnisgerecht und auch entsprechend den Möglichkeiten der Unternehmen Lösungen trifft. Das ist ein kleiner Mosaikstein der Attraktivität des schweizerischen Arbeitsmarkts; es scheint mir wichtig, dass wir diesen erhalten. Es ist die Zahl der Verrentungen angesprochen worden. Ich darf daran erinnern, dass sich seit 2003 die Zahl der IV-Neurenten immerhin quasi halbiert hat. In diesem Bereich hat sich also - infolge verschiedenster Massnahmen - einiges getan.
Es besteht auch die Gefahr, dass mehr Ferien gerade zu mehr Überstunden führen, weil die Ferien nicht bezogen werden können. Dessen muss man sich auch bewusst sein.
Frau Kollegin Fetz, wenn kleine Betriebe schon untergehen müssen, dann ist es mir lieber, sie gehen unter, weil sie im Wettbewerb nicht mehr bestehen können, als dass sie untergehen, weil der Staat Auflagen macht, die ihnen ein Weiterbestehen nicht mehr ermöglichen.
Zusammengefasst: Wir haben hier ein Element der Attraktivität des schweizerischen Arbeitsmarktes, das wir erhalten sollten. Wir haben in der Schweiz bereits hohe Arbeitskosten, die wir nicht weiter erhöhen sollten.
Aus diesen Überlegungen beantragt Ihnen die Kommission, dem Beschluss des Nationalrates zuzustimmen und die Initiative zur Ablehnung zu empfehlen.