AB 162867
Gutzwiller Felix · Ständerat · Zürich · FDP-Liberale Fraktion · 2014-06-13
Wortprotokoll
Ich glaube, das Wesentliche ist gesagt. Ich bin ebenfalls der Meinung, dass diese Motion nicht weiterhilft. Es geht einmal um die Verschuldensproblematik, das wurde von der Kommissionssprecherin deutlich ausgeführt. Um noch ein anderes Beispiel zu nennen: Denken Sie an den Wintersport: Das sind Schäden in Milliardenhöhe, da sind die Faktoren um einiges höher als bei dem Thema, das wir hier diskutieren. Das wäre vielleicht einmal eine Debatte wert. Geht das wirklich an, dass man für eine Woche Skisport mit der Familie Tausende von Franken ausgibt, aber die gesamten Folgekosten - Bänderrisse, Traumata - sozialisiert werden? Aber wenn schon müsste das eine breite, gesamtgesellschaftliche Debatte sein. Man kann nicht anhand eines Falles, wie Frau Egerszegi es gesagt hat, einen Paradigmawechsel vornehmen.
Zudem gibt es die Abgrenzungsproblematik. Es gibt beispielsweise auch Brustoperationen, die aus psychischen Gründen durchgeführt werden, Verkleinerungen beispielsweise, wenn jemand sehr grosse Brüste hat. Es gibt solche Fälle. Es kann nicht wirklich geklärt werden, was Kosmetik und was Krankheitswert ist.
All das spricht dafür, dass wir diese Motion ablehnen.