Graf-Litscher Edith · Nationalrat · 2014-09-18
Graf-Litscher Edith · Nationalrat · Thurgau · Sozialdemokratische Fraktion · 2014-09-18
Wortprotokoll
Die Minderheit sieht ganz klar Handlungsbedarf. Wir müssen jetzt endlich Nägel mit Köpfen machen, dem Chaotentum einen Riegel vorschieben und die Klubs in die Pflicht nehmen. Nachdem in den letzten Jahren Dutzende - Dutzende! - Gespräche geführt wurden, die nicht zum Ziel führten, erachtet es die Minderheit als Armutszeugnis, wenn wir nun die Vorlage wieder zurückweisen und den Bundesrat beauftragen, praktikable Lösungen auszuarbeiten.
Ich muss leider auch den deutschsprachigen Kommissionssprecher enttäuschen. Er hat erwähnt, dass weitere Zusammenarbeiten entstanden seien. Ich habe mich gestern noch erkundigt: Es ist kein weiterer Vertrag mit den SBB oder einem anderen Transportunternehmen entstanden, seit wir über dieses Thema debattieren. Es ist wirklich an der Zeit, nicht mehr blauäugig einfach immer das Gefühl zu haben, noch mehr Gespräche würden zu Lösungen führen, sondern als gesetzgebende Behörde endlich Nägel mit Köpfen zu machen, damit sich die Sicherheitssituation verbessert und die Klubs in die Verantwortung genommen werden.
Deshalb bitte ich Sie im Namen der Minderheit, auf die Rückweisung zu verzichten und dem Bundesrat und dem Ständerat zu folgen. Damit schaffen wir die Möglichkeit, endlich Nägel mit Köpfen zu machen, sodass die Sicherheit bei Fantransporten im Zusammenhang mit Sportveranstaltungen erhöht wird und Reisende sowie das Personal besser geschützt werden.