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Müri Felix · Nationalrat · 2015-03-12

Müri Felix · Nationalrat · Luzern · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2015-03-12

Wortprotokoll

Die Motion Engler verlangt eine Anpassung des eidgenössischen Jagdgesetzes zwecks Bestandesregulierung der Wolfspopulationen. Wo in einer Region Wölfe trotz eines Herdenschutzes Schäden anrichten und ein ausgeglichener Wildbestand, die öffentliche Sicherheit oder die touristische Nutzung gefährdet sind, müssen künftig Wolfsabschüsse möglich sein. Neu ist im Unterschied zur Situation vor zehn Jahren, dass sich derzeit Wolfsrudel zu bilden beginnen. So weit die Motion Engler.

Der Bundesrat ist in den letzten Jahren nicht untätig geblieben und hat die Jagdverordnung schon 2012 und 2014 revidiert. Das ist nicht einfach; es zeigt sich darin, dass es in der Vernehmlassung 178 Stellungnahmen gegeben hat. Den einen geht der Wolfsschutz zu weit, den anderen bei Weitem nicht weit genug. Das Wolfsmanagement ist heute stark auf die Verhütung von Schäden ausgerichtet. Ein Wolf, der sich an die Menschen gewöhnt und am Rande der Dörfer lebt, bleibt geschützt. Dem Menschen gefährlich wird der Wolf dabei kaum. Trotzdem wollen und können wir die Wölfe nicht in Siedlungen haben. Damit die Akzeptanz in der Bevölkerung für den Wolf nicht vollständig verlorengeht, brauchen wir einen neuen rechtlichen Handlungsspielraum.

Der Bundesrat begrüsst die Motion Engler. Sie wird es ihm erlauben, nicht nur Wildschäden zu verhüten, sondern auch auf diesen Konflikt in der stark von den Menschen geprägten Schweiz zu reagieren.

Der Kommission ist es wichtig, ein nachhaltiges Zusammenleben von Mensch, Nutztieren und Wölfen zu ermöglichen. In diesem Sinne, nämlich konsensorientiert, stimmt die Kommission mit 21 zu 0 Stimmen bei 2 Enthaltungen der Motion Engler zu.