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AB 16565

Pfister Theophil · Nationalrat · St. Gallen · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2001-11-28

Wortprotokoll

Dieser Antrag Triponez betrifft ein grundlegendes Prinzip der beruflichen Bildung: Wer über den üblichen Weg in eine Berufslehre einsteigt, dem sind heute die Türen zur höheren Bildung bis hin zur Hochschule offen; dies ist ein wesentlicher und auch wichtiger Grundsatz. Daneben gilt, dass in der höheren Bildung davon ausgegangen werden kann, dass die Schüler die betriebliche Praxis kennen und dass diese in der Schulung nicht mehr stets neu erklärt werden muss. Dieser Grundsatz hat sich auch bei der Behandlung der Motion Beerli (00.3083) als richtig erwiesen - die Motion Beerli, die einen direkten Zugang zur Fachhochschule ohne betriebliche Praxis hätte ermöglichen sollen, wurde bekanntlich vom Parlament abgelehnt.

Es ist nun nichts anderes als konsequent, wenn von den Kandidaten für eine höhere Berufsbildung auch hier ein Fähigkeitszeugnis oder eine gleichwertige Qualifikation verlangt wird. Der explizite Zugang für Kandidaten nur mit einer höheren schulischen Allgemeinbildung zu Schulklassen, wo andere die berufliche Praxis kennen, ist abzulehnen. So wird auch die Berufslehre als idealer, praxisnaher Weg zu einer erfolgreichen höheren Berufslaufbahn gestärkt. Selbstverständlich bleibt damit der Weg offen, dass Kandidaten mit einer höheren Allgemeinbildung die berufliche Praxis [PAGE 1597] nachholen können; der Zugang zur höheren Berufsbildung bleibt also offen.

Ich bitte Sie, dem Antrag Triponez zuzustimmen.

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