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Lustenberger Ruedi · Nationalrat · Luzern · Fraktion CVP-EVP · 2014-06-02

Wortprotokoll

Wir dürfen heute drei neue Mitglieder unseres Rates begrüssen: Als Nachfolgerin von Frau Josiane Aubert stösst Frau Rebecca Ruiz zu uns, auf Herrn Markus Hutter folgt Herr Beat Walti, und als Nachfolger von Herrn Christoph Blocher steht Herr Thomas Matter bereit.

Bevor wir zur Wahlfeststellung kommen, möchte ich unseren Kollegen Christoph Blocher offiziell verabschieden. Er hat am 9. Mai seinen Rücktritt aus dem Nationalrat per Ende Mai dieses Jahres erklärt und verzichtet somit auf die übliche Verabschiedung im Ratssaal.

Christoph Blocher wurde 1979 in den Nationalrat gewählt. Er war bis 2003, als er von der Vereinigten Bundesversammlung in den Bundesrat gewählt wurde, und dann erneut ab 2011 Mitglied unseres Rates. Er engagierte sich insbesondere in der Kommission für Wirtschaft und Abgaben und in der Finanzkommission. Dort brachte er sein Wissen und seine grosse Erfahrung als erfolgreicher und international tätiger Unternehmer ein.

Christoph Blochers politische Überzeugung war für jedermann klar, und entsprechend deutlich vertrat er seinen Standpunkt auch hier am Rednerpult. Trat er ans Mikrofon, hörte ihm der Saal zu, auch wenn seine Äusserungen in der Regel polarisierten. Es bleibt unbestritten, dass Christoph Blocher die Politik unseres Landes über Jahrzehnte ausserordentlich stark mitgeprägt hat. Als Beispiel sei die Abstimmung über den EWR-Beitritt 1992 erwähnt, aus welcher er und seine Mitstreiter als Sieger hervorgingen. Damit wurde Christoph Blocher in seiner politischen Mission bestärkt, die Souveränität der Schweiz gegenüber der EU zu wahren. Das filigrane Werken in unserem Zweikammersystem, welches dem Parlament oft auch viel Geduld abverlangt, entsprach nicht seinem Naturell. So hat er bereits in seiner Rede als Alterspräsident bei der Eröffnung der Legislatur 2003-2007 gesagt: "So richtig wohl gefühlt habe ich mich hier drin eigentlich nie." (AB 2003 N 1773)

Nun hat Christoph Blocher entschieden, sich ganz auf die politische Arbeit ausserhalb des Parlamentes zu konzentrieren. Wir danken Christoph Blocher für seinen langjährigen, beharrlichen und unermüdlichen Einsatz für die Eidgenossenschaft und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute! (Beifall)

Nun kommen wir zur Wahlfeststellung der drei neuen Mitglieder unseres Rates. Ich gebe zuerst Herrn Favre für das Büro das Wort.

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