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preparatory:AB 16645

Pfister Theophil · Nationalrat · St. Gallen · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2001-11-28

Wortprotokoll

Die heutige Situation in der Berufsbildung sieht ein grosses Engagement durch die Verbände der einzelnen Berufe bei den überbetrieblichen Kursen vor. Diese Organisationsform entstammt dem alten Berufsbildungsgesetz, in dem in Artikel 16 klar bestimmt wurde: "Die Berufsverbände führen im Rahmen der Berufslehre Einführungskurse durch zur Aneignung der grundlegenden Fertigkeiten." Es ist nun in der Tat so, dass es eigentlich keinen Sinn ergibt, wenn die Einführungskurse auch noch die schulische Bildung umfassen, denn dann stellen sich grosse Probleme bei der Zuständigkeit. Für die berufliche Praxis sind die Verbände zuständig, für die schulische Bildung die Berufsfachschulen. Beides soll in den überbetrieblichen Kursen enthalten sein. Dies ist aber ein Konflikt, den es in der Beratung noch zu lösen gilt. Wir unterstützen die Einzelanträge, die in Vertretung der Verbände von Herrn Triponez eingebracht werden. Nur mit klaren Regelungen lässt sich hier ineffizientes und kostspieliges Kompetenzgerangel vermeiden. Von der Sache her ist ganz klar, dass die überbetrieblichen Kurse nur die berufliche Praxis und nicht mehr die Allgemeinbildung umfassen sollen. Es ist sicher kein Angriff auf irgendwelche Schulen; es geht nur um die Frage der Kompetenz bei den überbetrieblichen Kursen.

Ich bitte Sie, die Anträge Triponez zu unterstützen.