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Kiener Nellen Margret · Nationalrat · 2008-12-10

Kiener Nellen Margret · Nationalrat · Bern · Sozialdemokratische Fraktion · 2008-12-10

Wortprotokoll

Die Alpen sind eines der beständigsten Güter in der Schweiz. Fast so beständig, nur weniger schön - in diesem Punkt gebe ich meinem Vorredner Recht - ist die Diskussion über die Finanzierung des Schweizerischen Alpinen Museums in Bern. Der Bund ist zwar stolz auf die kulturelle Vielfalt seiner Hauptstadt, aber sein Beitrag an die Kultur seiner Hauptstadt ist, im Vergleich mit demjenigen der Nachbarländer an die ihre, gering.

Es geht hier jetzt aber um die Sache und nicht um gegenseitige Schuldzuweisungen. Die SP-Fraktion bittet Sie, der Minderheit Marti Werner zuzustimmen, damit die Finanzierungslücke überbrückt werden kann, ohne Kompensation zulasten des UVEK, das diese Situation nicht verschuldet hat.

Wichtig ist mir doch, im Grundsätzlichen zu sagen, dass das Schweizerische Alpine Museum das einzige Museum über die Schweizer Bergwelt ist und dass sein Tätigkeitsgebiet gesamtschweizerisch ist, denn es thematisiert auch die Beziehungen zwischen der Bergwelt und Agglomerationsbewohnerinnen und -bewohnern. Die Alpen sind für die Schweiz ein zentraler und bedeutungsvoller Imagefaktor, mit dem weltweit erfolgreich geworben wird. Auch daher ist es nötig, dass in der Schweiz ein öffentliches Schaufenster und Kompetenzzentrum für die Schweizer Bergwelt geführt wird.

Ein Rückzug des Bundes als seit Jahrzehnten mitbestimmender Stiftungsträger wäre für die Öffentlichkeit unverständlich. Unseren Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern kann es letztlich gleich sein, aus welcher Kasse dieser Betrag kommt. Auch wenn sich die Einführung des Kulturförderungsgesetzes jetzt verzögert hat, ist es wichtig, dieses und nächstes Jahr den Überbrückungskredit zu sprechen.

Im Namen der SP-Fraktion bitte ich Sie um Unterstützung der Minderheit Marti Werner.