Hofmann Urs · Nationalrat · 2008-12-10
Hofmann Urs · Nationalrat · Aargau · Sozialdemokratische Fraktion · 2008-12-10
Wortprotokoll
Es geht bei diesen beiden Initiativen um die Frage, ob beim Schutz der Konsumentinnen und Konsumenten im Bereich des Telefon- und Internetverkaufs gesetzgeberischer Handlungsbedarf besteht. Wir sind der festen Überzeugung, dass die Praktiken, die sich in den letzten Jahren in diesem Bereich entwickelt haben, auch auf gesetzgeberischer Ebene angegangen werden müssen und dass ihnen energisch entgegenzutreten ist. Der Telefonverkauf ist eine Art und Weise, auf Konsumentinnen und Konsumenten zuzugehen, die oft zu einer Überrumpelung der Anrufempfänger führt und den Leuten, die am Telefon mit solchen Praktiken konfrontiert sind, keine freie Entscheidungsmöglichkeit mehr offenlässt.
Wir bitten Sie deshalb, diesen beiden Initiativen Folge zu geben und dadurch die Möglichkeit zu eröffnen, im Detail zu prüfen, mit welchen gesetzgeberischen Massnahmen der Schutz der Konsumentinnen und Konsumenten auf die Höhe des EU-Niveaus angehoben werden kann. Es ist für uns stossend, wenn Konsumentinnen und Konsumenten im Ausland gegenüber solchen Praktiken geschützt sind, während die gleichen Anbieter, die Leute in der Schweiz telefonisch kontaktieren, ein viel leichteres Spiel und somit die Möglichkeit haben, in unserem Land die Konsumentinnen und Konsumenten über den Tisch zu ziehen.
Ich bitte Sie deshalb, den beiden Initiativen im Rahmen dieser ersten Phase Folge zu geben.