Berset Alain · Bundesrat · 2013-12-02
Berset Alain · Bundesrat · Freiburg · 2013-12-02
Wortprotokoll
Seit der Zulassung des Impfstoffs Gardasil in der Schweiz hat Swissmedic insgesamt 154 Meldungen zu vermuteten unerwünschten Wirkungen erhalten. Die Verteilung entspricht dem bekannten und in der Arzneimittelinformation ausführlich wiedergegebenen Nebenwirkungsprofil des Präparates. Die Mehrzahl der gemeldeten Fälle, nämlich 63 Prozent, war nicht schwerwiegend, 26 Prozent wurden als medizinisch wichtig eingestuft, bei 11 Prozent kam es zu schwereren Folgen wie z. B. einer Hospitalisierung.
Aktuell liegen keine neuen Erkenntnisse zur Sicherheit von Gardasil vor, und es gibt auch keine Häufung von Meldungen. Eine Überprüfung der Zulassung ist daher nicht angezeigt. Die Fachinformation der zugelassenen Arzneimittel wird, wenn neue Studiendaten oder neue Erkenntnisse aus Meldungen vorliegen, von Swissmedic überprüft und bei Bedarf angepasst. In der aktuellen Diskussion sollte jedoch nicht untergehen, dass die Impfstoffe Gardasil und Cervarix bei der Vorbeugung von durch Human-Papilloma-Viren ausgelösten Formen von Gebärmutterhalskrebs sehr effektiv sind. Swissmedic beurteilt das Nutzen-Risiko-Verhältnis von Gardasil weiterhin als positiv.