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Glättli Balthasar · Nationalrat · 2015-06-17

Glättli Balthasar · Nationalrat · Zürich · Grüne Fraktion · 2015-06-17

Wortprotokoll

La loi sur la surveillance de la correspondance par poste et télécommunication autorise déjà maintenant la surveillance de toutes les citoyennes et tous les citoyens intègres et au-dessus de tout soupçon. La révision, qui vise à doubler la durée de conservation des données de communication, est disproportionnée. D'après une étude de l'Institut Max Planck, elle n'apporterait absolument pas les résultats escomptés. Il faut donc corriger ce défaut, et non l'accentuer! Le groupe des Verts demande par conséquent le renvoi du projet dans le but de l'améliorer.

La durée de conservation de données de communication ne doit pas passer à douze mois. Tout au contraire: la Confédération devrait pouvoir stocker des données uniquement lorsqu'il y a un soupçon concret d'un acte délictueux. La loi doit d'ailleurs garantir que les données ne seront utilisées qu'aux fins de l'enquête pénale. La destruction des données doit être effective une fois le délai écoulé, et il faut aussi à tout prix éviter que les données stockées puissent ensuite être utilisées à des fins commerciales ou frauduleuses.

En outre, le catalogue des délits prévoyant le recours à des chevaux de Troie étatiques - des logiciels espions - doit être restreint aux crimes graves et violents. Sans ces modifications, le groupe des Verts rejettera le projet de révision lors du vote final.

Une surveillance accrue et généralisée des citoyens ne respecte pas le principe fondamental d'un Etat de droit: la présomption d'innocence. Le dispositif de surveillance qui nous est proposé part au contraire du principe que chacun d'entre nous est potentiellement un criminel. Cela est inacceptable et constitue un viol de la vie privée que les Verts ne peuvent pas défendre.

Es ist, wenn man nach Europa schaut, nicht einfach eine Debatte zwischen links und rechts, nicht einfach eine Debatte zwischen Leuten, die den Staat nicht ernst nehmen, und anderen, die möglichst hart durchgreifen wollen. Wenn wir nach Europa schauen, wenn wir nach Deutschland schauen, wenn wir in die anderen europäischen Länder schauen, wo die Debatte um die Vorratsdatenspeicherung - ich möchte doch sagen - schon etwas länger und auch sehr vertieft geführt wird, dann sehen wir, dass es gerade auch die liberalen Kräfte sind, die sich dagegen wehren, dass aus einer Entwicklung der technischen Möglichkeiten die Rechtfertigung abgeleitet wird, eine Generalüberwachung einzuführen. Es ist kein Linker, sondern der frühere Bundesinnenminister Gerhart Baum von der FDP, der angekündigt hat, dass er diese Frage vor das Bundesverfassungsgericht ziehen würde, wenn die grosse Koalition die Vorratsdatenspeicherung in Deutschland wieder einführen würde. Ich denke, er hat Recht, wenn er sich darüber beklagt, dass die Unschuldsvermutung schon dann verletzt wird, wenn diese Daten gespeichert werden.

Wenn man sich gegen eine Überwachung auf Vorrat wehrt, hilft es nichts, wenn dann argumentiert wird, diese Daten könnten nur ab einem bestimmten richterlichen Entscheid eingesehen werden. Im Gegenteil, der Schutz des Privatlebens, der Privatsphäre, der freien Kommunikation hat dort anzusetzen, wo die Leute in der freien Ausübung ebendieser Rechte behindert werden.

Ein grosser Teil der Gewalttaten findet in den Haushalten statt. Sie sind oft schwierig aufzuklären, weil Aussage gegen Aussage steht. Würden Sie dann mit der gleichen Argumentation, mit der man uns hier die Vorratsdatenspeicherung verkauft, dafür plädieren, dass man in allen Wohnräumen Mikrofone aufstellt und diese Daten mal auf Vorrat, zugänglich halt natürlich nur bei richterlichem Beschluss, irgendwo speichert? Das ist eben eine Verletzung der Privatsphäre, die auch dann stattfindet, wenn die Freigabe der Daten erst auf richterlichen Beschluss hin erfolgt.

In dem Sinn: Haben Sie - das richtet sich vor allem an die Liberalen, mit grünem Flügel oder ohne - als Liberale Mut, und stehen Sie zu den liberalen Freiheitsrechten, auch wenn Ihnen dann mal ein Lüftchen entgegenwehen könnte! Es ist einfach, die Freiheitsrechte zu verteidigen, wenn es um nichts geht und wenn es unbestritten ist. Man muss sie dann verteidigen, wenn sie wirklich bedroht sind.