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Eberle Roland · Ständerat · 2014-12-03

Eberle Roland · Ständerat · Thurgau · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2014-12-03

Wortprotokoll

Die von Kollege Berberat angesprochene Versandapotheke liegt tatsächlich im Thurgau. Ich lege meine Interessen offen: Ich habe keine. Ich bin weder Aktionär noch in einem Organ dieser Unternehmung.

Trotzdem interessiert es mich, ob es uns gelingt, in diesem Heilmittelgesetz die Spiesse gleich lang zu halten, und ich bitte Sie sehr, in diesem Punkt der Mehrheit zu folgen. Eine Versandapotheke basiert auf einer bestehenden, existierenden Apotheke wie jede andere. Sie erfüllt alle Normen und Pflichten einer Apotheke und ergänzt die Dienstleistung als Apotheke durch eine logistische Zusatzleistung, indem der Patient nicht zur Apotheke marschieren muss, sondern die Bestellung per Versand erledigt wird. Das ist eine Dienstleistung, die sehr geschätzt wird. [PAGE 1157]

Hans Stöckli stellt Misstrauen in den Raum: Die Patienten würden nicht besichtigt, es sei fraglich, ob die Angaben in der Rezeptur stimmten oder nicht oder ob das Gewicht des Bestellenden stimme. Das sind Scheinargumente, die dazu dienen, einen alten Heimatschutz aufrechtzuerhalten. Das verstehe ich aus der Sicht der Apotheken, die ordentlich funktionieren. Ich verstehe es aber nicht unter dem Aspekt einer modernen Entwicklung eines Gesetzes, welches ja auch die Marktnähe suchen soll. Wir wollen ja Quasi-Monopole aufheben, wir wollen Protektion dort aufheben oder lockern, wo die Patientensicherheit nicht gefährdet ist.

Zur Beruhigung: Dort, wo diese Fragebogentechnik Fragezeichen aufwirft, gibt es eine Plausibilitätsüberprüfung und eine Rückfrage. Die Patientensicherheit ist mit dem Versandhandel durch die entsprechende Apotheke durchaus gewährleistet.

Ich bitte Sie also, gemäss Frau Egerszegi und gemäss der Mehrheit zu stimmen.

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