Fetz Anita · Ständerat · 2012-12-10
Fetz Anita · Ständerat · Basel-Stadt · Sozialdemokratische Fraktion · 2012-12-10
Wortprotokoll
Noch zwei Worte zum Einzelantrag, den die Frau Bundesrätin jetzt auch noch besprochen hat. Es geht ja darum, dass mindestens 90 Prozent des Futters ihre Herkunft in der Schweiz haben. Mir ist durchaus bewusst, dass dieses Futter im Inland nicht hergestellt werden kann. Das weiss ich - aber genau das ist das Problem. Die Leute glauben, diese Tiere seien zu 100 Prozent mit Schweizer Futter gefüttert worden. Man kann ja schreiben: "nach schweizerischen Regeln tiergerecht aufgezogen" - aber "Swissness", "Swiss made" ist das einfach nicht! Das ist es, was mich an dieser Formulierung so stört.
Ich finde, der Bundesrat hat sich schon Mühe gegeben. Aber wenn man genau schaut, was die Tiere alles essen, sieht man: Wir importieren über eine Million Tonnen an ausländischem Futter. Das ist in der Agrardebatte mehrfach kritisiert worden. Also müssen jene, die damals gesagt haben, dass sie Tiere wollen, die auch Schweizer Futter bekommen, diesem Antrag zustimmen.