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preparatory:AB 1827

Gutzwiller Felix · Nationalrat · Zürich · Freisinnig-demokratische Fraktion · 2000-03-08

Wortprotokoll

Herr Cavalli, wir wollen hier ja keinen medizinischen Kongress eröffnen. Aber wenn von der Wahrheit die Rede ist, dann hätte ich gerne eine Frage an Sie gerichtet und gerne eine wahre Antwort erhalten. Hier war nur von Profiten die Rede. Die Wahrheit ist doch, dass die Fassung der Mehrheit klar patientenfeindlich ist. Ich hätte gerne Ihre Einschätzung zu einem Beispiel: Es gibt Aids-Medikamente - wie gesagt, keine Details -, so genannte Protease-Hemmer. Davon sind in kurzer Folge ungefähr fünf entwickelt worden. Sie sind alle gegen die gleiche Krankheit wirksam, sie enthalten den gleichen Wirkstoff und sind ähnlich teuer. Nach dem ersten zugelassenen Protease-Hemmer hätte man die vier nächsten gemäss dem Mehrheitsantrag nicht mehr auf den Markt bringen können. Es hat sich aber gezeigt, dass die Kombination dieser ähnlichen, gleich teuren und gegen die gleiche Krankheit anwendbaren Medikamente einen ganz entscheidenden Vorteil gebracht hat.

Herr Cavalli, müssen Sie nicht zugeben, dass es nach Ihren Kriterien nicht mehr möglich gewesen wäre, diese zusätzlichen, für die Patienten nützlichen, in Kombinationen verwendbaren Produkte in der Schweiz einzuführen, hätten wir dem Antrag der Mehrheit zugestimmt?