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AB 186566

Schneider-Ammann Johann N. · Bundesrat · Bern · 2015-06-17

Wortprotokoll

Herr Ständerat Berberat, Herr Ständerat Hefti, ich glaube nicht, dass wirklich zur Debatte stehen kann, ob wir im Wissenschaftsbereich die Landessprachen aufgeben wollen; dem ist überhaupt nicht so. Fakt ist aber, dass wir Forschungsgesuche aus Qualitätsgründen, um ein möglichst hohes Ambitionsniveau zu erreichen, durch sogenannte internationale Peer Reviews "challengen" lassen. Das wiederum setzt voraus, dass die wissenschaftlichen Teile der Gesuche in Englisch abgefasst werden. Das gilt seit Jahren für alles, was die Natur- und Ingenieurwissenschaften betrifft, auch für alles, was die Psychologie und die Wirtschaftswissenschaften betrifft. Jetzt geht es um die Politikwissenschaften. Das Präsidium des Nationalfonds hat im Mai, also kürzlich, noch einmal eine Prüfung vorgenommen und ist zum Schluss gekommen, dass man den wissenschaftlichen Teil auch in Englisch haben will, damit man sich eben mit den Peers darüber unterhalten kann. Noch einmal, das ist ein Anspruch, um das Ambitionsniveau möglichst hoch zu halten. Es ist aber überhaupt nicht die Absicht damit verbunden, auf die Landessprachen verzichten zu wollen; man kann die Gesuche auch in einer Amtssprache einreichen.

Wenn Herr Ständerat Berberat gesagt hat, dass er sich vor allem Sorge bezüglich der Feststellung "pour l'instant" mache, dann möchte ich Folgendes sagen: Das ist nicht zeitlich limitiert gemeint, sondern das ist eine langfristige Politik und eine langfristige Aussage; die wissenschaftlichen Teile sind in Englisch einzureichen, sie können auf Antrag hin auch in einer Landessprache eingereicht werden.

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