Zanetti Roberto · Ständerat · 2015-12-08
Zanetti Roberto · Ständerat · Solothurn · Sozialdemokratische Fraktion · 2015-12-08
Wortprotokoll
Ich fasse mich sehr, sehr kurz, schliesse bei der Frage von Kollege Föhn an und frage: Wer leidet, wenn Sie diese Änderung vollziehen? Es wird zum Teil eben genau die gleiche Region betreffen, nämlich in der Gastro- und in der Tourismusbranche. Mir liegen Schreiben von Hotelleriesuisse, von Gastrosuisse und vom Schweizerischen Gewerbeverband vor, die uns ersuchen, diesem Vorhaben nicht zuzustimmen.
Die Gastro- und die Tourismusbranche leiden. Da haben wir zwei Möglichkeiten. Wir können erstens jeweils in der Budgetdebatte die entsprechenden Fördergelder erhöhen, diesen Branchen aber mit Handelshemmnissen das Leben erschweren. Das finde ich einen eher unliberalen Ansatz. Ich möchte mich auch mal wie ein Wirtschaftsliberaler fühlen. Deshalb wähle ich die zweite, die liberale Variante und sage: keine Erhöhung der Fördergelder für den Tourismus, dafür aber auch kein Aufbau von Handelshemmnissen. Frau Fetz hat zudem aufgezeigt, um welche Mengen es hier geht. Es geht da eben um null Komma irgendwas Prozente; das ist eine rein ideologisch aufgeladene Debatte.
Darum bitte ich Sie, nicht einzutreten und die Wirtinnen und Wirte, die Hotelières und Hoteliers weiterhin mögliche Kostensenkungen ins Auge fassen zu lassen. Ich danke Ihnen, wenn Sie nicht nur an das weisse Kalbfleisch, sondern auch an die weissen Kochschürzen in den schweizerischen Restaurants und Hotels denken.