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Widmer-Schlumpf Eveline · Bundesrat · 2015-12-09

Widmer-Schlumpf Eveline · Bundesrat · Graubünden · 2015-12-09

Wortprotokoll

Stimada dunna presidenta dal Cussegl naziunal, stimadas commembras e stimads commembers dal Cussegl naziunal e dal Cussegl dals chantuns, chara dunna presidenta da la Confederaziun, charas collegas e chars collegas, chara chanceliera federala, preziadas dunnas, preziads signurs, voss pleds, stimada dunna presidenta dal Cussegl naziunal, m'han commovida zunt fitg ed jau As engraziel cordialmain. Stimadas commembras e stimads commembers da l'Assamblea federala plenara, jau As engraziel da cor per la confidenza che Vus avais gì en mai ils ultims otg onns e per Voss sustegn. Jau hai stimà zunt fitg la collavuraziun cun Vus. Ella è stada per mai adina puspè ina gronda sfida, ma a medem temp er in grond enritgiment.

Otto anni fa, quando accettai la carica di consigliera federale, dissi che sarei riuscita ad assumere questo importante compito ed a soddisfare questa grande responsabilità soltanto con il vostro sostegno. Mi avete sostenuta e per questo vi ringrazio di cuore. Certo, non siamo sempre stati della stessa opinione ma insieme siamo comunque riusciti a trovare delle soluzioni ed a porre le giuste basi.

Es war ein grosses Privileg für mich, acht Jahre in dieser Funktion tätig sein zu dürfen, zusammen mit meinen Kolleginnen und Kollegen im Bundesrat, und mit Ihnen, geschätzte Mitglieder des Parlamentes, die Schweiz in verschiedenen Bereichen zu positionieren, auf die Zukunft vorzubereiten. Und es war ein grosses Privileg, mit motivierten, kompetenten, loyalen Mitarbeitenden zusammenzuarbeiten und die für alle diese Diskussionen erforderlichen Grundlagen zu erarbeiten - und dies in einem politischen System zu tun, zu dem es keine bessere Alternative gibt.

Wir haben starke Institutionen in unserem Land. Jede Institution hat ihre Berechtigung. Das System als Ganzes funktioniert, gewährleistet Stabilität, Konstanz, Pragmatismus. Unsere Institutionen sind gleichzeitig so angelegt, dass sie sich weiterentwickeln, anpassen können, dass die Zukunft [PAGE 2325] gestaltet werden kann. Das haben die letzten mehr als 150 Jahre gezeigt. Diese Institutionen sind demokratisch und rechtsstaatlich legitimiert. Unsere Bundesverfassung spiegelt unsere politische Kultur wider, die auf unserer Geschichte, auf unserer Tradition basiert und die auch geprägt war und ist vom Ideengut von Charles de Secondat, Baron de Montesquieu, und von Alexis de Tocqueville, den grossen politischen Philosophen und Historikern.

Unsere Bundesverfassung legt fest, wer welche Kompetenzen hat - das Volk, das Parlament, die Regierung, die Justiz. Das heisst, für alle sind in der Verfassung auch die Grenzen festgelegt, so auch die Grenzen der Volkssouveränität, das Teilen der Macht zwischen Volk und Institutionen. Die Bremse in unserem System, dieses Gegengewicht, war und ist als Schutz gegen Willkür irgendwo in der Gesellschaft gedacht und soll heute, in unserer komplexen Gesellschaft mit einer starken Medialisierung, auch verhindern, dass das Spiel mit Emotionen, das Spiel mit den Ängsten der Bevölkerung einschneidende Konsequenzen hat für unsere Schweiz, für die wir uns ja alle einsetzen - rechts, links und in der Mitte. Das Einhalten der jeweiligen Grenzen, das Respektieren der Kompetenzen und Verantwortung der jeweils anderen Gewalt hat unser Land so stark gemacht, natürlich auch das Bewusstsein, dass Demokratie mehr ist als nur eine Anzahl von Rechten und Einrichtungen, dass Demokratie auch eine Einstellung ist, eine Haltung, eine Überzeugung, dass der Weg der Schweiz darin bestehen soll, einander zuzuhören, andere Meinungen zu respektieren, Minderheiten mit einzubeziehen, Kompromisslösungen zu suchen. Kompromisse sind etwas Positives. Sie entsprechen unserer Konsensdemokratie. Sie sind etwas typisch Schweizerisches. Diese Grenzen, die den Rahmen setzen für die politische Tätigkeit in unserem Land, dürfen nicht kurzfristigen politischen Einzelinteressen geopfert werden.

"Das Leben ist wie eine Rolle auf dem Theater, es kommt nicht darauf an, dass lange, sondern dass gut gespielt wird", hat Lucius Annaeus Seneca einmal geschrieben. Und das sollte man sich auch in der Politik immer wieder vergegenwärtigen.

Aus der Bevölkerung habe ich in den letzten Jahren sehr viele Rückmeldungen erhalten, sehr viel Rückhalt bekommen, unter anderem auch von vielen Tausend Frauen und einer Vielzahl von Männern, die sich im April 2008 auf dem Bundesplatz für unsere Institutionen, für unsere Grundwerte eingesetzt, starkgemacht haben. Dieser Rückhalt und die uneingeschränkte Unterstützung meiner Familie, meines Mannes, meiner beiden Töchter, meines Sohns und über viele Jahre auch meiner Eltern, haben mir geholfen, meine Aufgabe zu erfüllen. Dafür bin ich sehr dankbar.

Nous avons hérité d'institutions stables et d'une culture du dialogue enviées bien au-delà de nos frontières. Ce modèle nourrit notre cohésion sociale et notre bien-être. Il repose essentiellement sur la qualité des femmes et des hommes qui le façonnent à tous les niveaux, que ce soit dans leurs engagements familiaux, professionnels, associatifs ou encore politiques. En tant qu'élus de la nation, vous êtes investis d'un mandat et d'une responsabilité qui garantissent cette pérennité.

Avec vous, j'ai eu le privilège et le plaisir de travailler pour l'avenir de notre pays, pour la résolution des problèmes que les Suissesses et les Suisses rencontrent chaque jour. A travers vous, je souhaite remercier toutes les concitoyennes et tous les concitoyens qui enrichissent chaque jour notre bien commun et construisent ainsi patiemment l'avenir de notre magnifique pays.

Je vous souhaite de continuer à puiser la force, le courage et la détermination qui vous animent dans cet hémicycle et vous encourage à cultiver une très haute idée de votre fonction, une ambition au service de l'intérêt général de notre patrie.

Je vous remercie de votre attention et vous souhaite bon vent pour cette nouvelle législature.