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Hösli Werner · Ständerat · 2015-12-14

Hösli Werner · Ständerat · Glarus · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2015-12-14

Wortprotokoll

Ich glaube, auch bei diesem Thema sind die grössten und wichtigsten Fakten auf dem Tisch. Das Votum von Kollege Bischofberger an der letzten Sitzung kann ich sowieso nicht übertreffen. Er hat wirklich treffend und schön gesagt, wie sich die Bauernsame in diesem Land fühlt. Ich möchte noch ein paar Punkte anfügen.

Die Agrarpolitik 2014-2017 ist von diesem Parlament so beschlossen worden. Man hat der Bauernsame diese Aufgabe erteilt - Biodiversität, Landschaftserhaltung, Landschaftspflege - und versprochen, dass sie entsprechend abgegolten wird. Das hat bei der Bauernsame viele Programme ausgelöst. Die Bauern mussten sich völlig umstellen. Ich habe mich da übers Wochenende nochmals informiert. Das hat auch Kosten verursacht, denn es ist nicht jeder Bauer ein PC-Freak, und viele mussten sich fremde Hilfe holen. Sie fühlen sich jetzt natürlich ein bisschen verunsichert, wenn sie - wie es Kollege Lombardi schön gesagt hat - zum Spielball der Finanztechniker werden. Man wirft irgendwie ein Argument ins Feld und sagt: Wir geben ihnen das jetzt noch nicht, damit wir in der Einigungskonferenz noch ein Pfand in der Hand halten. Genau so fühlen sich die Bauern, genau so fühlt sich die Bauernsame: verunsichert und beängstigt, wie es in Zukunft weitergehen soll. Es leben in meiner nächsten Nähe zwei junge Bauern, die sich eigentlich gegen diese Zukunft entschieden haben, weil sie Angst haben, dass das so einmal in eine ganz schlechte Richtung geht und sie dann keine Zukunft mehr haben. So wie es jetzt aussieht, werden wir in der Schweiz mit der Zeit wahrscheinlich Probleme haben. Bis jetzt konnte man sie noch bewältigen. Aber irgendeinmal zerbricht der Krug, und die Gefahr ist gross, dass wir jetzt in diese Richtung gehen.

Ich bitte Sie, die Bauernsame nicht zu einem Spielball werden zu lassen, sondern hier wirklich ein Zeichen zu setzen und sich für sie einzusetzen.