Grossen Jürg · Nationalrat · 2016-03-07
Grossen Jürg · Nationalrat · Bern · Grünliberale Fraktion · 2016-03-07
Wortprotokoll
Gerne nehme ich als KMU-Vertreter zu Artikel 22 Stellung: Wir Grünliberalen unterstützen hier die Minderheit. Dadurch soll ermöglicht werden, dass die Innosuisse hochqualifizierten Nachwuchs im Bereich der Innovation sowohl mit Stipendien wie auch mit zinslosen Darlehen fördern kann. Als KMUler habe ich eine gesunde Skepsis, was staatliche Innovation im Grundsatz betrifft. Wenn aber der Staat entscheidet, Innovation und - wie in diesem Artikel - hochqualifizierte Nachwuchskräfte zu fördern, dann sind wir Grünliberalen der Meinung, dass dies möglichst mit Anreizsystemen und weniger mit der Giesskanne gemacht werden sollte. Deshalb soll künftig neben Stipendien, welche eine A-fonds-perdu-Lösung darstellen, unbedingt auch die Möglichkeit enthalten sein, dass zinslose Darlehen gewährt werden können. Damit kann das ganze Fördersystem finanziell entlastet und entsprechend sogar ausgeweitet werden.
Die in der Kommission geäusserten Bedenken bezüglich der zusätzlichen Bürokratie teilen wir nicht, da sowohl für Stipendien wie auch für zinslose Darlehen eine regelmässige Überprüfung durch die Innosuisse mit entsprechendem administrativem Aufwand notwendig ist. Der Unterschied liegt also im Wesentlichen nur bei der Frage, ob wir Förderung nur mit der Giesskanne oder auch mit rückzahlbaren Darlehen gewähren wollen.
Ich bitte Sie deshalb im Namen der Grünliberalen, die Minderheit Bigler zu unterstützen. [PAGE 200]