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Amherd Viola · Nationalrat · 2016-03-10

Amherd Viola · Nationalrat · Wallis · CVP-Fraktion · 2016-03-10

Wortprotokoll

Der Stammzellentransplantation kommt bei der Behandlung von lebensbedrohenden Blutkrankheiten eine entscheidende Bedeutung zu. Durchschnittlich tausend Menschen pro Jahr erkranken in der Schweiz an Leukämie oder an einer anderen schweren Blutkrankheit. Ohne Stammzellentransplantation haben viele dieser Personen keine Überlebenschance.

Weltweit existiert ein Register von Spenderinnen und Spendern. In der Schweiz enthält dieses Register 50 000 potenziell spendebereite Personen. Diese müssen ein Formular ausfüllen und sich dann selber eine Schleimhautprobe im Mund entnehmen, die anschliessend analysiert wird. Ergibt die Analyse eine Übereinstimmung mit den Gewebemerkmalen einer kranken Person, so wird die Spenderin oder der Spender für eine Entnahme von Stammzellen kontaktiert. Die Blutstammzellenspende wird ambulant durchgeführt. Das ist sehr einfach. Je mehr Spenderinnen und Spender im Register erfasst sind, desto grösser ist die Chance für Kranke, eine Stammzellenspende zu finden, die für eine Transplantation geeignet ist.

Die Schweizer Armee besteht aus jungen, gesunden Dienstleistenden. Diesen könnte in der Rekrutenschule vorgeschlagen werden, bei der Erweiterung des Registers mitzumachen. Der Bataillonsarzt könnte ihnen die wissenschaftlichen Informationen über die Spende liefern. Ebenso könnte das Wattestäbchenset zur Entnahme der Mundschleimhautprobe an jene abgegeben werden, die freiwillig mitmachen wollen. Die Sets würden dann eingesammelt und vom Arzt ans Register geschickt. Mit geringem Aufwand könnte ein grosser Beitrag für die Behandlung lebensbedrohlich erkrankter Menschen geleistet werden.

Entsprechend bitte ich Sie, das Postulat Darbellay anzunehmen und damit den Bundesrat mit der Prüfung der Frage, inwieweit die Armee zu einer Verbesserung im Bereich der Blutstammzellenspende beitragen könnte, zu beauftragen.