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Guhl Bernhard · Nationalrat · 2016-06-07

Guhl Bernhard · Nationalrat · Aargau · Fraktion BD · 2016-06-07

Wortprotokoll

Ich nehme an, dass Sie nicht erstaunt sein werden, wenn ich nun sage, dass die BDP-Fraktion den Antrag der Minderheit Quadranti unterstützt.

Die BDP-Fraktion unterstützt damit zum einen die Anliegen der Gesundheitsdirektorenkonferenz, welche die Aufnahme dieses Masterstudiengangs explizit fordert. Zum andern ist es ja nicht so, dass, wie dies auch meine Vorrednerin erwähnt hat, diese Ausbildung nicht bereits existieren würde. Es gibt schon solche Masterstudiengänge. Die BDP-Fraktion ist sich sicher, dass gerade dieser Master keine Verakademisierung des Pflegeberufes, sondern eine sinnvolle Ergänzung im Pflegebereich darstellt. Gerade der Pflegebereich braucht Ausbildungen auf allen Stufen: Berufsbildung, Bachelor und Master.

Natürlich braucht es aus Sicht des Patienten keine Masterausbildung für Spitaltätigkeiten; dafür ist diese Ausbildung auch nicht gedacht. Sie konkurrenziert die Bachelorausbildung nicht. Es braucht aber eine Masterausbildung, um das Medizinalpersonal zu entlasten und um hochkomplexe Pflegeaufgaben, die in der Regel Koordinationsaufgaben enthalten, übernehmen zu können. Heute arbeiten bereits 400 Pflegeexpertinnen und -experten in der klinischen Praxis. Wenn wir aber den Patientenschutz ernst nehmen und die Sicherung der Gesundheitsversorgung unterstützen wollen, ist es zwingend, hier eine Bewilligungspflicht einzuführen. Denken Sie daran: Diese Masterausbildung wird Ärzte entlasten. Das wird also zu Kosteneinsparungen führen. Mit der Aufnahme dieses Masterstudiengangs können innovative Versorgungsmodelle entwickelt und etabliert werden.

Die BDP-Fraktion bittet Sie eindringlich, diesen Minderheitsantrag zu unterstützen.