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Föhn Peter · Ständerat · 2016-06-08

Föhn Peter · Ständerat · Schwyz · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2016-06-08

Wortprotokoll

Mit meiner Motion will ich den Bundesrat beauftragen, für den Bereich "Jugend und Sport" im Voranschlag 2017 und für die folgenden Finanzplanjahre ausreichend Mittel einzustellen, damit auf der Grundlage der aktuellen Beitragssätze die Nachfrage gedeckt werden kann. Wenn ich hier von "ausreichend Mittel" spreche, geht es nicht um Hunderte von Millionen Franken zusätzlich, aber es geht doch um mehr Geld - zum Glück, sage ich Ihnen, geht es um mehr Geld.

Sie erinnern sich, im letzten Jahr, 2015, ging es um 17 Millionen Franken. Heute weiss man schon, dass das eingestellte Geld für 2017 wiederum nicht ausreichen wird. Ich sage es noch einmal: zum Glück nicht ausreichen wird. Es kann also immer wieder um ein wenig mehr Geld gehen. Es geht aber um unsere Jugend. Es geht um die Zukunft unserer Gesellschaft, es geht um einen ausgewiesenen Beitrag an unsere Jugend, letztendlich geht es um das Heranwachsen eines gesunden Volks. Da dürfen doch diese wenigen Millionen Franken jährlich nicht ein Politikum sein oder wieder werden.

Wir kennen die letztjährige Auseinandersetzung, bei der es Anfang März, in der Frühjahrssession, um die Finanzen von 2015 ging. Wir wissen es ganz genau: Es bestand eine totale Verunsicherung aufseiten der Sportorganisationen und aufseiten der aktiven "Jugend und Sport"-Leiterinnen und -Leiter. Diese "Jugend und Sport"-Leiter bekamen im laufenden Jahr Post, dass der "Jugend und Sport"-Beitrag gekürzt werden müsse, weil zu viele "Jugend und Sport"-Kurse angemeldet worden seien - ja eigentlich, weil zu gut gearbeitet wurde. Solche Aktionen und Negativbeispiele sind für Riegen- und Kursleiter nicht gerade motivierend. Man verunsichert oder verärgert gar bestausgewiesene Jugendförderer. Man gefährdet Kurse und Lager, und das darf meiner Meinung nach nie wieder vorkommen.

Wenn weniger gut gearbeitet würde, wenn weniger Kurse und Lager angeboten würden, würde auch nicht mehr pro Kurs ausgeschüttet und bezahlt - was absolut richtig ist. Aber wenn sehr gut, wenn immer besser mit unserer Jugend gearbeitet wird, darf das System die Förderer nicht strafen. Das System darf die Beiträge für einzelne Kurse und Lager nicht kürzen, vor allem nicht während der Kurse und Lager. Das darf nicht mehr vorkommen.

Das letztjährige Szenario war aus Sicht der "Jugend und Sport"-Leiter entweder eine Kurzschlusshandlung der Politik oder gar ein völliger Vertrauensverlust gegenüber "Jugend und Sport", gegenüber der gut funktionierenden Jugendförderung. Der Bundesrat konnte damals gar nicht anders. Er hielt sich an die gesetzlichen Vorgaben. Zum Glück konnten wir in diesem Haus den Vertrauensverlust innert nützlicher Frist wieder zu einem Vertrauensbeweis gegenüber "Jugend und Sport" zurechtbiegen.

Würde "Jugend und Sport" schwächeln und gar ein- oder zusammenzubrechen drohen, würde ganz bestimmt mit viel Geld wieder versucht, dieses Programm zu aktivieren, mit viel Geld versucht, den Wagen aus dem Dreck zu ziehen, mit viel Geld versucht, unsere "Jugend und Sport"-Leiter wieder zu motivieren. Das ist heute zum Glück nicht nötig. "Jugend und Sport" läuft rund, wie geschmiert. Da darf kein Sand ins Getriebe gestreut werden. Wir müssen den optimalen und gut ausgebauten Weg immer möglichst gut instand halten. Die Steine müssen aus dem Weg geräumt werden. Die aktiven "Jugend und Sport"-Leiter sollen sich einzig und allein den ihnen anvertrauten Kindern und Jugendlichen widmen können. Wir dürfen sie nicht mit Kleinigkeiten verunsichern, denn für sie sind ihre Schützlinge ein und alles. Sie sind für ihre Schützlinge da, in den Lagern, Tag und Nacht. Für sie wäre es dann völlig unverständlich, wenn es plötzlich finanzielle Probleme geben sollte. Sie wollen nicht noch versprochenem Geld nachlaufen müssen.

Mit der Zustimmung zu dieser Motion können wir den erforderlichen Beitrag leisten. Liegt uns die Jugend am Herzen, ist die Zustimmung ein Muss, denn "Jugend und Sport" ist und bleibt zum Glück ein Erfolgsmodell. Ich danke für die Unterstützung.