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Kunz Josef · Nationalrat · 2002-03-18

Kunz Josef · Nationalrat · Luzern · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2002-03-18

Wortprotokoll

Ich danke Ihnen, Frau Bundesrätin, für die Antwort auf die Interpellation "Praktiker an die Tertiärstufe". In Ihrer Antwort kommt zum Ausdruck, dass die gesetzlichen Grundlagen zwar bestehen, welche diesem Anliegen Rechnung tragen könnten, in der Praxis aber nur zaghaft umgesetzt werden. Der Bundesrat weist darauf hin, dass an den Fachhochschulen die Trägerschaften für die Anstellungsbedingungen zuständig sind. Leider muss aber festgestellt werden, dass die Lehrkräfte mit stark praxisorientierter Bildung bei der Auswahl für eine Anstellung nach wie vor benachteiligt werden. Der Bundesrat begrüsst in seiner Antwort auf Ziffer 1, dass Praktiker die Möglichkeit haben, einzelne Semesterstunden tertiär zu unterrichten. Wir erachten dies als sehr sinnvoll und wichtig. Die Hochschulen Luzern und Lausanne haben die Rahmenbedingungen geschaffen, um praxisorientierte Persönlichkeiten für zeitweilige Unterrichtstätigkeiten zu beauftragen.

Frau Bundesrätin, woran liegt es bei den übrigen Universitäten, dass diesem Anliegen scheinbar wenig Beachtung geschenkt wird? Welche Möglichkeiten hat der Bundesrat, auf die Verantwortlichen Einfluss zu nehmen, damit dieses berechtigte Anliegen an den übrigen Universitäten umgesetzt wird? Der Wunsch nach mehr Praktikern darf nicht bloss ein Lippenbekenntnis bleiben.