Riklin Kathy · Nationalrat · 2002-03-18
Riklin Kathy · Nationalrat · Zürich · Christlichdemokratische Fraktion · 2002-03-18
Wortprotokoll
Meine Interpellation wurde zusammen mit der Motion Zbinden betreffend die Umsetzung der Bologna-Deklaration an den Schweizer Hochschulen (01.3328) eingereicht. Seine Motion hat Herr Zbinden inzwischen zurückgezogen, weil ihr Anliegen erfüllt ist. Ich bin aber froh, wenn wir hier doch kurz über die Bologna-Deklaration sprechen können. Es ist ein Geschäft, das anfänglich grosse Unruhe und Ängste ausgelöst hat. Die Ministerkonferenz vom Mai 2001 in Prag zeigt den Weg klarer auf. Die sehr ausführliche Antwort des Bundesrates auf die Interpellation zeigt, das sich inzwischen einiges getan hat. Die Hochschulen haben mit der Umsetzung begonnen; Bachelor- und Master-Abschlüsse sind in St.Gallen bereits eingeführt. Auch andere Universitäten der Schweiz ziehen nach. Wir sind auf dem Weg zu einem europäischen Bildungsraum, der aber der Schweiz einen erheblichen Gestaltungsraum bietet. Von grosser Bedeutung ist es, dass auch die Fachhochschulen in den Bologna-Prozess eingebunden werden können. Dies ist für unser bewährtes duales Bildungssystem äusserst wichtig. Bachelor-, aber auch Master-Abschlüsse sollen auch dort erfolgen können.
Froh bin ich darüber, dass es keine Kommerzialisierung der universitären Ausbildung geben soll. Die Hochschulbildung in Europa soll - gemäss der Aussage der Minister in Prag - ein öffentliches Gut bleiben. Der Staat soll seine Verantwortung für die Hochschulbildung behalten. Auch ich bin froh über diese klare Haltung und möchte dem Bundesrat für die ausführliche Antwort auf die Interpellation und für die gute Arbeit danken, die bereits geleistet worden ist.
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