Luginbühl Werner · Ständerat · 2016-06-14
Luginbühl Werner · Ständerat · Bern · Fraktion BD · 2016-06-14
Wortprotokoll
Ich möchte es nicht verpassen, mich zu diesem wichtigen Thema auch zu äussern.
Es ist so, dass Schwäne Schäden verursachen können. Noch fast mehr kann ein Problem entstehen, wenn es in Erholungsgebieten Überpopulationen hat und es zu Konflikten mit den zahlreichen Besuchern kommt. Man kann das Problem so lösen, wie es die Kommission jetzt vorsieht. Zwingend ist es eigentlich nicht, aber man kann es so lösen. Man muss sich aber bewusst sein, dass vielerorts bereits heute Massnahmen ergriffen werden, die weniger Aufsehen erregen, indem beispielsweise Eier angestochen werden, und sich dadurch das Problem in Grenzen hält. Für mich ist das Abschiessen wirklich die Ultima Ratio, die nur in Ausnahmesituationen erfolgen kann. Ich würde auch davon abraten, zu diesem Mittel zu greifen, selbst wenn man jetzt die rechtliche Grundlage dafür hat. Wenn Sie das erste Mal solche drastischen Massnahmen ergreifen, wird es in der Bevölkerung Aufstände geben.
Schwäne sind weiss, und Blut ist rot. Man sollte solche Abschüsse verhindern, indem man, wenn sich ein Problem zu ergeben droht, zuerst wirklich alle anderen Massnahmen konsequent ausschöpft. Vielerorts wird von den Kantonen nicht das Nötige unternommen. Das ist mein Anliegen, und darum habe ich mich zu Wort gemeldet. Ich möchte dafür plädieren, dass man auf Stufe der Kantone die anderen Massnahmen wirklich konsequent ausschöpft, bevor man zum Abschuss übergeht. Dazu raten auch erfahrene Naturschutzaufseher, Jagdaufseher und Wildhüter.