Regazzi Fabio · Nationalrat · 2016-09-12
Regazzi Fabio · Nationalrat · Tessin · CVP-Fraktion · 2016-09-12
Wortprotokoll
Il est indéniable que le tunnel de base du Saint-Gothard constitue une grande opportunité pour le Tessin. Il raccourcira les distances, facilitera la mobilité des personnes et des travailleurs, le développement touristique et, on l'espère aussi, la croissance économique.
Pour ce faire, il faut assurer les conditions-cadres afin que toutes les régions, vraiment toutes les régions, bénéficient de manière équitable de cette opportunité, surtout les régions qui ont contribué à la réalisation de la ligne Alptransit en sacrifiant une portion importante de leur propre territoire, tout en souffrant du bruit causé par le passage des longs trains marchandises. Je pense en particulier à la région Tre Valli - Riviera, Blenio, Léventine.
Das effektive Wachstumspotenzial, das die Eröffnung des Gotthard-Basistunnels für die Region Tre Valli, durch welche die Hochgeschwindigkeitsstrecke führt, mit sich bringt, muss erst noch abgeschätzt werden. Die Krise der Granitbranche, die Schwierigkeiten der Industrie und der Stellenabbau im öffentlichen Sektor aufgrund von Zentralisierungen und Rationalisierungen haben der bereits fragilen Wirtschaft der Region weiter zugesetzt. Die Region Tre Valli sieht sich ausserdem mit Folgendem konfrontiert:
- dichter Schwerverkehr auf der Autobahn;
- zukünftig bis zu 100 Transitzüge, hauptsächlich Güterzüge, die nach der Eröffnung des Gotthard-Basistunnels täglich die Region durchqueren und den Personenverkehr stark benachteiligen werden;
- eine Verschlechterung der Lebensqualität in der Region Riviera aufgrund der internationalen Infrastruktur, die einen grossen Einfluss auf die Umwelt haben wird;
- ein Verlust von wertvollem Flachland.
Alle diese Punkte führen in diesen Regionen zu einer negativen Bilanz der Neat. Mit anderen Worten: Die Regionen Riviera und Tre Valli laufen Gefahr, zum Transitkorridor für die Güter Europas zu werden. Darunter fällt auch die Durchfuhr von Waren, die ursprünglich via Simplon transportiert wurden. Um die Nachteile zu kompensieren, unter denen sie bereits teilweise leiden und die sich in Zukunft noch verstärken werden, ersuche ich den Bundesrat, die Möglichkeit einer Haltestelle für Neat-Reisezüge und den dadurch entstehenden Nutzen zu prüfen. Es könnte dabei auch eine Parallele zum neuen zukünftigen Neat-Bahnhof in Altdorf gezogen werden. [PAGE 1259]
Une pétition qui a pour but de prévoir un arrêt journalier des trains de voyageurs Alptransit a récolté en peu de temps presque 8000 signatures auprès des habitants de la région et a été déposée à la Chancellerie fédérale le 27 avril dernier.
Mit diesem Postulat ersuche ich den Bundesrat, in einer Studie die Möglichkeit zu prüfen, im Bahnhof Biasca für die neuen Reisezüge der Neat-Strecke geeignete Haltemöglichkeiten, z. B. einmal morgens und einmal abends, vorzusehen. Folgende Aspekte sollen mit dem Postulat vertieft werden:
1. Es sollen Szenarien aufgezeigt werden, wie für die neuen Neat-Reisezüge in Biasca Haltemöglichkeiten geschaffen werden können.
2. Die positiven Auswirkungen, die diese Lösung auf die Wirtschaft und den Tourismus der Region Tre Valli haben würde, sollen analysiert werden.
3. Die Szenarien sollen mit der Haltemöglichkeit für Neat-Züge in Altdorf sowie mit der Situation im Wallis nach der Eröffnung des Lötschberg-Basistunnels verglichen werden.
4. Die Weiterführung der historischen Bahnlinie zwischen Biasca und Erstfeld soll als Teilaspekt der Machbarkeitsstudie betrachtet werden.
Zu guter Letzt erlaube ich mir, daran zu erinnern, dass das, worüber wir heute diskutieren, ein Postulat ist, mit dem der Bundesrat beauftragt wird, die Vor- und Nachteile dieser Hypothese gründlich abzuschätzen. Es handelt sich also noch nicht um eine Grundsatzentscheidung zugunsten dieser Lösung. Ich finde, dass es schade und wenig nachvollziehbar wäre, wenn a priori Nein gesagt würde, ohne alle Elemente dieses Vorschlags in der Hand zu haben.
Aus all diesen Gründen bitte ich Sie, dieses Postulat zu unterstützen.