Campell Duri · Nationalrat · 2016-09-15
Campell Duri · Nationalrat · Graubünden · Fraktion BD · 2016-09-15
Wortprotokoll
Die BDP-Fraktion wird geschlossen den Antrag der Mehrheit unterstützen. Unserer Meinung nach ist es falsch, jetzt Änderungen am Zahlungsrahmen 2018-2021 vorzunehmen. Die Landwirte sollen genügend Zeit haben, statt dass die Änderungen, die zum Teil auf den Betrieben vorgenommen worden sind, jetzt mit Geldkürzungen korrigiert werden. In der Landwirtschaft brauchen wir auch Planungssicherheit und Kontinuität. Vier Jahre sind eine zu kurze Zeit, um jetzt schon Änderungen vorzunehmen. Wir alle sind der Meinung, dass die Umsetzung der Agrarpolitik 2014-2017 auf dem richtigen Weg ist. Darum haben wir auch keine Gesetzesänderungen vorgenommen. Aber die Konsequenz daraus ist auch, dass wir den Zahlungsrahmen beibehalten, den wir für die Jahre 2014 bis 2017 festgelegt haben. In jenem Paket sprach man auch von einer Reduktion der Bürokratie und von Minderkosten in der Verwaltung. Hier würde mich wundernehmen, ob es Verbesserungen gegeben hat. Als Praktiker meine ich, das Geld sollte an der Front eingesetzt werden und nicht im rückwärtigen Bereich.
Aus Sicht der Berglandwirtschaft ist auch Folgendes festzuhalten: Wir haben die ökologischen Programme gutgeheissen, wir wollten die Ökologie fördern. Ich glaube aber, die Natur gibt uns nicht schon nach vier Jahren eine Antwort. Wir müssen ihr mehr Zeit geben, damit wir sehen, was daraus geworden ist, und um daraus Schlüsse zu ziehen.
Zur Strukturbereinigung: Alle sprechen davon, für jeden einzelnen Betrieb gebe es mehr. Ich kann Ihnen sagen, wo wir in der Landwirtschaft sehr steiles Gelände haben, ist es nicht unbedingt förderlich, wenn die Betriebe grösser werden. Es heisst nicht automatisch mehr Einkommen. Hier im steilen Gelände haben wir mehr Arbeit. Denken wir auch an die soziale Lage der Familien in der Berglandwirtschaft.
Die Agrarpolitik 2014-2017 hat eine Verbesserung des Einkommens für die Berglandwirtschaft gebracht; das ist so. Es wäre jetzt aber falsch, hier nach vier Jahren schon wieder eine Korrektur anzubringen. Wie wir alle wissen, kommt es in der Berglandwirtschaft sehr stark darauf an, wie viele Direktzahlungen wir erhalten. Wir haben ja nicht so grosse Möglichkeiten, aus den Erträgen von Milch und vor allem Ackerbau Geld zu holen. Also treffen wir hier mit Änderungen genau diejenigen, für die wir mit der Agrarpolitik 2014-2017 eine Verbesserung schaffen wollten.
Mit diesen kurzen Ausführungen möchte ich Ihnen im Namen der BDP-Fraktion mitteilen: Unterstützen Sie den Antrag der Mehrheit!