Graf-Litscher Edith · Nationalrat · 2016-09-20
Graf-Litscher Edith · Nationalrat · Thurgau · Sozialdemokratische Fraktion · 2016-09-20
Wortprotokoll
Ich konzentriere meine Ausführungen auf das Immobilienprogramm. Die Kommissionssprecher haben es bereits vorgestellt: Es handelt sich um fünf einzelne Verpflichtungskredite und einen Rahmenkredit in der Höhe von total 572 Millionen Franken. Wofür soll dieses Geld eingesetzt werden? Ich fokussiere meine Ausführungen auf die beiden grössten Projekte, welche im Kanton Thurgau, in Frauenfeld, realisiert werden sollen. Hier möchte ich auch meine Interessenbindung offenlegen: Ich bin Thurgauer Nationalrätin und wohne in Frauenfeld.
Wofür sollen die 271 Millionen Franken eingesetzt werden? Beim ersten Projekt geht es um den Neubau des Rechenzentrums Campus. Das Rechenzentrum wird auf dem Waffenplatz in Frauenfeld erstellt, gleich neben der Kaserne Auenfeld. Es ist auf die Gesamtsanierung des Waffenplatzes Frauenfeld abgestimmt, welche zum Ziel hat, dass sich das Militär aus der Stadtkaserne zurückzieht und auf das Areal Auenfeld konzentriert. Dadurch steht die Stadtkaserne zukünftig für zivile Nutzung zur Verfügung. Ein interessanter Aspekt und wichtig im Rahmen dieses Projektes für ein sinnvolles und zukunftsweisendes Gemeinschaftsprojekt ist Folgendes: Das Rechenzentrum soll nämlich zu 45 Prozent durch das VBS genutzt und zu 55 Prozent der zivilen Nutzung zur Verfügung gestellt werden. Es handelt sich hier um eines von drei geplanten dezentralen und voll geschützten Rechenzentren.
Tatsache ist, dass der Waffenplatz Frauenfeld nun gesamtsaniert werden soll und wir jetzt hier über die erste Etappe abstimmen. Ich möchte Sie im Namen der SP-Fraktion bitten, diesem Projekt zuzustimmen, weil es sich hier um ein zukunftsweisendes Projekt handelt, sodass der Waffenplatz, was sich bewährt hat, weiterhin militärisch und zivil genutzt werden kann, auch für Open Airs, eidgenössische Schwing- und Älplerfeste und vieles mehr. Die Anlage des [PAGE 1443] Waffenplatzes Frauenfeld soll in der ersten Etappe für 121 Millionen Franken saniert und ausgebaut werden. In dieser ersten Etappe geht es um einen Ersatzbau für das Verpflegungscenter mit einer Kapazität von insgesamt 1700 Mahlzeiten sowie um ein viergeschossiges Unterkunftsgebäude mit zusätzlichen 550 Betten und drei Ausbildungshallen. Der Neubau eines medizinischen Zentrums ist für die Region auch relevant.
In diesem Sinne bitte ich Sie als Sicherheitspolitikerin und als Thurgauer Nationalrätin, dieser Immobilienbotschaft zuzustimmen.