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Amherd Viola · Nationalrat · 2016-09-21

Amherd Viola · Nationalrat · Wallis · CVP-Fraktion · 2016-09-21

Wortprotokoll

Hier kommt ein zweites Thema, Frau Bundesrätin, das uns sehr beschäftigt. Wir dürfen hier ja nicht in eine Diskussion zum vorhergehenden Vorstoss eintreten, aber wir können das dann vielleicht noch bilateral machen. Zuerst bedanke ich mich, dass der Bundesrat das Problem ernst nimmt; es gibt sicher noch grosses Verbesserungspotenzial.

Nun zum aktuellen Postulat: Mit diesem Postulat beantrage ich, die Festlegung gleich hoher Trassenpreise für den Autoverlad wie für den Gütertransport zu prüfen; auch dies ist also ein Prüfungsauftrag. Heute gelten für den Autoverlad die gleichen Ansätze wie für den Personenverkehr. Sie sind höher als jene für den Güterverkehr. Eine Anpassung, wie von mir vorgeschlagen, würde den Autoverlad vergünstigen, was aus folgenden Gründen zu begrüssen wäre:

Kantone wie Graubünden, Uri und Wallis, die von Bergen eingeschlossen sind, sind oftmals und besonders im Winter nur über den Autoverlad oder über sehr lange Umwegstrecken erreichbar. Den Verladepreis muss man als eine Art Wegzoll bezeichnen. Im Gegensatz zum Rest der Schweiz verfügen diese Bergkantone über sehr wenige Autobahnkilometer, man bezahlt dort aber für die Vignette denselben Preis. Die Randregionen sind damit unmissverständlich schlechter bedient. In touristisch schweren Zeiten, wie sie sich zurzeit präsentieren - die aktuellen Zahlen wurden veröffentlicht -, ist es umso wichtiger, dass für die An- und Abreise der Gäste nicht noch weitere Hürden in Form von hohen Kosten und Gebühren bestehen. Gäste aus der Schweiz, Gäste aus dem Ausland und die Wohnbevölkerung, die den kürzesten Weg mit den Verlademöglichkeiten an Simplon, Vereina, Lötschberg und Furka wählen, bezahlen nicht nur für das Autobahnangebot, sondern faktisch auch eine Zollgebühr.

Für eine Anpassung des Deckungsbeitrages spricht auch folgendes Argument: Wenn die Automobilisten in unserem Lande die Verlademöglichkeiten nutzen, wird letztlich auch unsere Umwelt entlastet. Mit einer vermehrten Nutzung der Verlademöglichkeiten insgesamt durch Autos und Reisecars ist die beantragte Prüfung einer minimalen Gebührenreduktion über die Streichung des Deckungsbeitrages mehr als gerechtfertigt. Der Verlad des Individualverkehrs auf die rollende Strasse dient ja letztlich, analog dem Gütertransport auf der Schiene, genauso den Zielen der Verlagerung.

Ich bitte Sie, mein Postulat anzunehmen.