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Aebischer Matthias · Nationalrat · 2016-12-06

Aebischer Matthias · Nationalrat · Bern · Sozialdemokratische Fraktion · 2016-12-06

Wortprotokoll

Wir sprechen jetzt nur noch über Artikel 37a. Die Diskussion hat sehr viel Redundanz, und ich sage deshalb jetzt primär, worum es bei Artikel 37a nicht geht. Es geht nicht um ein Forschungsverbot, es geht nicht darum, dass die Forschung keine Versuche mehr machen kann, und es geht auch nicht darum, ob die Detailhändler gentechnisch veränderte Produkte, die im Ausland produziert worden sind, hier in der Schweiz verkaufen dürfen oder nicht. Sie dürfen das tun. Kollege Wasserfallen, da kann man geteilter Meinung sein. Ich habe einige Vorstösse in diesem Bereich hängig. Ich freue mich dann, wenn Sie diese unterstützen.

Es geht jetzt nur noch darum, ob wir den Anbau von beispielsweise gentechnisch verändertem Saatgut bewilligen, verbieten oder bis zu einem gewissen Zeitpunkt verbieten wollen. Die SP ist klar der Meinung: Wenn in der Schweiz keine Nachfrage für Gentech-Produkte besteht, können wir den Anbau gänzlich verbieten. Unsere Nachbarländer Deutschland, Frankreich, Italien und Österreich und viele andere - Länder der EU auch, wir haben das heute gehört - sind übrigens derselben Meinung und sind ebenfalls gentechfrei.

Ich bitte Sie also, der Mehrheit der Kommission - es ist eine Mehrheit inklusive Bauern, das haben Sie heute auch immer wieder gehört - zu folgen. Und wenn Sie das tun, können Sie - auch Sie, Kollegin Gmür-Schönenberger - das Moratorium jederzeit dann, wenn sich etwas ändert, wieder aufheben, sei das in fünf oder in zehn Jahren. Im Moment zeichnet sich eben keine Veränderung ab. Also müssen wir nicht alle vier Jahre darüber diskutieren.