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Maurer Ueli · Bundesrat · 2016-12-14

Maurer Ueli · Bundesrat · Zürich · 2016-12-14

Wortprotokoll

Herr Berberat greift mit seiner Interpellation ein Thema auf, das auch uns beschäftigt. Sie sehen aus unserer Antwort, dass knapp 5 Prozent unserer Angestellten bereits im Home-Office-Bereich arbeiten. Wenn Sie - das entspricht der Frage von Herrn Berberat - noch die Differenzierung nach Bundesämtern vornehmen, dann fällt fast die Hälfte der Bundesangestellten im Militär-, Polizei- und Grenzwachtbereich weg; Uniformierte, die vor Ort sind, fallen für Home-Office fast von vornherein weg. Der Soldat oder der Grenzwächter kann nicht zu Hause arbeiten, er muss an der Grenze sein. Wenn man das berücksichtigt, ist schon bald jeder zehnte Mitarbeiter, jede zehnte Mitarbeiterin im Home-Office-Bereich.

Wir möchten ja auch in Zukunft ein attraktiver Arbeitgeber sein. Wir haben eine Strategie, um das noch weiter auszubauen, die Möglichkeiten dazu zu schaffen. Für uns ist wichtig, dass das Home-Office qualitativ und quantitativ messbar sein muss, damit es nicht innerhalb der Verwaltung zu Widersprüchen führt. So gesehen wird wahrscheinlich nicht eine Lawine losgetreten, sondern eine kontinuierliche Entwicklung in diesem Bereich angestossen. Wir stellen aber auch fest, dass es bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unterschiedliche Bedürfnisse gibt. Ich kenne es aus meinem Bereich. Es gibt Leute, die sagen: "Ich gehe gerne mal aus dem Haus, dann kann jemand die Kinder hüten, dann habe ich ein wenig frei"; andere sagen, sie müssten zu Hause arbeiten, weil sie Kinder hätten. Es werden also die gleichen Voraussetzungen unterschiedlich beurteilt.

Wir versuchen immer, für die entsprechenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine massgeschneiderte Lösung zu finden. Wir sind überzeugt, dass wir hier noch weitere Fortschritte machen werden. Wenn es Büroneubauten gibt wie beispielsweise im Wankdorf mit Grossraumbüros und einer beschränkten Zahl von unpersönlichen Arbeitsplätzen, wird es attraktiv, zu Hause zu arbeiten. Ich glaube, es ist eine gute Entwicklung im Gang. Wir fördern sie auch überall dort, wo es möglich, notwendig und messbar ist. So gesehen denken wir in dieselbe Richtung wie Sie als Interpellant. Wir haben in den letzten Jahren auch Fortschritte erzielt und werden sie weiter ausbauen. [PAGE 1195]